Am Freitagnachmittag kam es im oberösterreichischen Bezirk Gmunden zu einer bemerkenswerten Suchaktion, die sowohl die Gemeinde als auch mehrere Sicherheitskräfte mobilisierte. Ein Vater hatte mit seinem fünfjährigen Sohn und dessen gleichaltrigem Freund ein Versteckspiel im Bereich eines Kindergartens in St. Wolfgang gestartet. Doch die Kinder versteckten sich so gut, dass der Vater sie nicht mehr finden konnte.
Nachdem der Vater nach einer Stunde erfolglos nach den beiden Jungen gesucht hatte, informierte er die Polizei. Die Suche begann gegen 15:30 Uhr und schnell versammelten sich etwa 20 Gemeindebürger, die ihm bei der Suche halfen. Angesichts der fortschreitenden Zeit und des ernsten Anliegens wurde die Suchaktion ausgeweitet.
Mobilisierung der Einsatzkräfte
Erst als die initialen Bemühungen nicht die gewünschten Ergebnisse zeigten, wurden mehrere Polizeistreifen, eine Bereitschaftseinheit, eine Diensthundestreife sowie ein Drohnenpilot hinzugezogen. Zusätzlich beteiligten sich auch der Bergrettungsdienst und die Feuerwehr an der Suche. Rund 30 Bürger meldeten sich spontan, um tatkräftig zu helfen.
Nach intensiver Suche konnten die beiden Kinder schließlich gegen 17:40 Uhr gefunden werden, ungefähr 1,3 Kilometer vom ursprünglichen Spielort entfernt. Glücklicherweise waren die Kinder wohlauf, und der Vorfall endete für alle Beteiligten glimpflich.
Bedeutung des Ehrenamts
Solche Situationen zeigen eindrücklich, wie wichtig ehrenamtliches Engagement in Krisen und Notsituationen ist. Organisationen wie die Johanniter spielen eine entscheidende Rolle im Bereich Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz. Sie sind auf die Unterstützung von Freiwilligen angewiesen, die bei Großveranstaltungen im Sanitätsdienst, in der Logistik sowie in der medizinischen Erstversorgung zur Seite stehen.
Die Förderung des Katastrophenschutzes und die Schaffung eines Bewusstseins für die Notwendigkeit des Ehrenamts sind essenziell. Freiwillige können sich in verschiedenen Bereichen engagieren, sei es bei der Unterstützung von Menschen in Not, der Begleitung älterer oder pflegebedürftiger Personen oder der Vermittlung von Wissen durch Schulungen für Ersthelfende. Das Interesse an dieser Art von Engagement ist nicht nur auf Städte wie Berlin und Hamburg beschränkt, sondern kann auch in vielen Gemeinden wie St. Wolfgang Ausdruck finden.
Die jüngste Suchaktion verdeutlicht die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Behörden und Ehrenamtlichen bei der Bewältigung von Notlagen. Der Gemeinschaftssinn, der bei dieser Suche zum Tragen kam, ist ein Zeichen für die Stärke und Solidarität innerhalb der Bevölkerung.
Für weitere Informationen über ehrenamtliche Unterstützungsmöglichkeiten und deren Bedeutung im Katastrophenschutz kann die Webseite der Johanniter besucht werden.