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Strenge Maßnahmen gegen Maul- und Klauenseuche in NÖ beschlossen!

In Österreich werden derzeit strenge Maßnahmen gegen die Einschleppung der Maul- und Klauenseuche (MKS) ergriffen. Den Angaben von OTS zufolge hat die Bundesregierung bereits Grenzschließungen und Einfuhrverbote für Nutztiere sowie für Fleisch- und Milchprodukte angeordnet. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont dabei den hohen Stellenwert des Schutzes bäuerlicher Betriebe und die Notwendigkeit, der Seuche vorzubeugen.

Um eine Ausbreitung zu verhindern, werden an den Grenzübergängen in Hohenau und Berg Seuchenteppiche ausgelegt, die vom NÖ Straßendienst betreut werden. Der Einsatzstab, der sich aus Experten der Veterinärdirektion, Katastrophenschutz, Blaulichtorganisationen und der Landwirtschaft zusammensetzt, tagt in Permanenz, um aktuelle Entwicklungen und Maßnahmen abzustimmen.

Aktuelle Lage in Deutschland

Im benachbarten Deutschland wurde am 10. Januar 2025 ein Fall von Maul- und Klauenseuche bei Wasserbüffeln im Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg, bestätigt. Laut BMEL wurden bisher keine weiteren Fälle festgestellt, trotz umfangreicher Beprobungen und Untersuchungen. MKS ist eine hochansteckende Virusinfektion, die Klauentiere sowie Zoo- und Wildtiere betreffen kann, jedoch für den Menschen ungefährlich ist. Seit 1988 war die Krankheit in Deutschland nicht mehr aufgetreten.

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Um die Verbreitung zu verhindern, wurden Sperrzonen eingerichtet, in denen der Transport von Tieren und deren Erzeugnissen untersagt ist. Ein "Stand Still" für Klauentiere wurde in Brandenburg und Berlin angeordnet, der am 17. Januar 2025 in Brandenburg und am 27. Januar 2025 in Berlin endete. Tierhaltungen innerhalb dieser Zonen werden weiterhin untersucht.

Wirtschaftliche Auswirkungen und internationale Dimension

Die wirtschaftlichen Folgen der MKS können schwerwiegend sein. Die Übertragung des Virus erfolgt leicht durch Vektoren und kann sich über große Entfernungen ausbreiten. Die Tiere, die von MKS genesen sind, können zudem Träger des Virus bleiben. In einem Rinderbetrieb im Nordwesten Ungarns wurde Anfang März 2025 der erste Ausbruch seit 1973 nachgewiesen. Es gibt bisher keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem Ausbruch in Brandenburg und dem in Ungarn.

Die EU-Kommission hat am 11. Februar 2025 das weitere Vorgehen hinsichtlich der tiergesundheitlichen Sperrzonen festgelegt. Der Status "MKS-frei ohne Impfung" wurde am 12. März 2025 für den Großteil Deutschlands wiederhergestellt, gilt jedoch nicht für die aktuell geltende "Containment Zone", wo Bekämpfungsmaßnahmen bis zum 11. April 2025 fortgesetzt werden.

Unter den heutigen hygienischen Bedingungen besteht für Verbraucher, die pasteurisierte Milch konsumieren, keine Gefahr. Dennoch bleibt der Schutz des landwirtschaftlichen Sektors und die Bekämpfung der MKS eine oberste Priorität für die betroffenen Behörden.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Umwelt
In welchen Regionen?
Hohenau, Berg, Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg, Berlin, Nordwesten Ungarns
Genauer Ort bekannt?
Hohenau, Österreich
Ursache
Maul- und Klauenseuche
Beste Referenz
ots.at

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