Ein tragischer Vorfall hat sich im landwirtschaftlichen Sektor in der Steiermark ereignet. Ein 80-jähriger pensionierter Landwirt verunglückte tödlich, als er am Samstag gegen 11 Uhr in seinem Stall einem Unglück zum Opfer fiel. Der Mann hatte zuvor nach seinem Jungvieh gesehen und war über eine Holzplattform in das Heu- und Strohlager gegangen, als er mehrere Meter auf den eingestreuten Betonboden stürzte. Der Grund für seinen Sturz ist bislang unklar, doch die Polizei hat bereits ermittelt, dass keine Hinweise auf Fremdverschulden vorliegen. Er wurde von Familienangehörigen bewusstlos und schwer verletzt im Stall gefunden. Trotz intensivster Bemühungen von Rettungskräften, darunter das Rote Kreuz und ein Rettungshubschrauber mit Notarzt, konnte sein Leben nicht mehr gerettet werden. Die genauen Umstände des Unfallgeschehens werden weiterhin untersucht, so oe24.at.

Die Tragik dieses Unfalls ist ein erschreckendes Beispiel für die Gefahren, die mit der Landwirtschaft verbunden sind. In der Branche sind die Unfallzahlen alarmierend hoch. Laut einer aktuellen Analyse sind über 13.000 Unfälle allein im Bereich der Tierhaltung registriert, was mehr als 23 Prozent aller landwirtschaftlichen Unfälle ausmacht. Der Schwerpunkt dieser Vorfälle liegt im Umgang mit Großvieh, insbesondere Rindern. Im Jahr 2021 gab es in diesem Sektor sieben tödliche Unfälle und 4.700 weitere durch direkten Tierkontakt. Während Gartenbau- und Landschaftspflegearbeiten etwa 20 Prozent der Unfälle verursachen, haben Arbeiten an Maschinen und Geräten um die 15 Prozent der Schadensfälle ausgemacht. Die meisten tödlichen Vorfälle ereignen sich jedoch bei Forstarbeiten und im Pflanzenbau, wo über 20 Prozent der Todesfälle zu verzeichnen sind agrarheute.com.

Rückgang tödlicher Arbeitsunfälle

Im Gegensatz zu diesen erschreckenden Zahlen gibt es auch positive Entwicklungen. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) meldete für das Jahr 2024 einen Rückgang der tödlichen Arbeitsunfälle von 125 auf 99. Dies ist das erste Mal, dass diese Zahl unter 100 liegt. Bei insgesamt 57.816 registrierten meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfällen, nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, hat sich in der Landwirtschaft die Anzahl der tödlichen Unfälle deutlich verringert. Insbesondere im Jahr 2023 wurden 54 tödliche Unfälle verzeichnet, im Vergleich zu 73 im Jahr zuvor. Dennoch bleibt der Umgang mit Rindern eine der häufigsten Unfallursachen, und der Rückgang der Unfälle durch direkte Tierkontakte zeigt, dass weiterhin Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit im landwirtschaftlichen Bereich notwendig sind svlfg.de.

Die Unglücke in der Landwirtschaft verdeutlichen die Notwendigkeit, Präventionsmaßnahmen zu intensivieren und das Bewusstsein für Sicherheitsstandards zu schärfen. Angesichts der häufigen Unfälle und den damit verbundenen Risiken ist es von höchster Bedeutung, historische Daten und aktuelle Statistiken zu nutzen, um effektive Strategien zur Verbesserung der Sicherheit in diesem wichtigen Wirtschaftssektor zu entwickeln.