Am 30. Jänner 2026 wurde in Leoben ein tragischer Vorfall bekannt, der die Gemeinde erschüttert hat. Eine 39-jährige Mutter steht im Verdacht, ihren elfjährigen Sohn getötet zu haben. Die Ermittlungen laufen, nachdem die Polizei Hinweise auf ein Gewaltverbrechen bestätigte. Laut exxpress.at wurde die Frau am Freitagnachmittag festgenommen, nachdem die Rettungskräfte gegen 15 Uhr in eine Wohnung am linken Murufer gerufen wurden.
Der ursprüngliche Einsatzgrund war eine verletzte Frau. Als die Einsatzkräfte eintrafen, entdeckten sie den leblosen Körper des Jungen mit schweren Halsverletzungen. Jegliche Hilfe kam zu spät für das Kind. Aus der Wohnung wurden mehrere Messer sichergestellt, die als mutmaßliche Tatwaffen gelten. Die Mutter hatte selbst das Rote Kreuz um Hilfe wegen eigener Schnittverletzungen verständigt, was den Verdacht auf Selbstverletzung nähert, wie 5min.at berichtet.
Ermittlungen und Aufklärung
Die Tatortgruppe des Landeskriminalamts Steiermark hat Spuren in der Wohnung gesichert. Es gibt bis jetzt keine Hinweise auf eine weitere Person am Tatort, was die Ermittlungen auf die Mutter konzentriert. Sie wurde unter Polizeibegleitung ins Krankenhaus gebracht, wo eine Operation erforderlich war. Eine Einvernahme durch die Kriminalpolizei soll erfolgen, sobald ihr Gesundheitszustand es zulässt. Die Staatsanwaltschaft Leoben hat bereits eine Obduktion des Kindes sowie eine körperliche Untersuchung und Blutabnahme bei der Mutter angeordnet.
Anwohner der betroffenen Gegend zeigen sich fassungslos über die Geschehnisse. Das LKA Steiermark ermittelt weiterhin zu den Hintergründen der Tat, doch derzeit gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse zum Motiv.
Gesellschaftlicher Kontext
Dieser Vorfall wirft auch einen Schatten auf die zunehmenden Meldungen von Kindeswohlgefährdungen in der Gesellschaft. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland rund 72.800 Fälle von Kindeswohlgefährdungen festgestellt, was einen neuen Höchststand darstellt, so destatis.de. Diese besorgniserregenden Statistiken weisen darauf hin, dass in über 75 % der Fälle die Gefährdung von einem Elternteil ausging, während Vernachlässigung und psychische Misshandlungen die häufigsten Gründe für solche Meldungen sind.
Der Fall in Leoben ist ein erschütterndes Beispiel für die Tragödien, die sich inmitten solcher Statistiken verbergen. Die Ermittlungen sind noch in vollem Gange, und die lokale Gemeinschaft bleibt in Sorge um die Sicherheit und das Wohlergehen der Kinder.