Am Abend des 30. Jänner 2026 wurden die Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Weiz um 22:39 Uhr zu einem Zimmerbrand in einem Mehrfamilienhaus am Werksweg in Weiz, Steiermark, gerufen. Alarmiert wurden sie durch ein Sirenenalarm, bei dem die Situation als ernst eingeschätzt wurde. Vor Ort wurden die Einsatzkräfte von den Bewohnern des Hauses empfangen und eingewiesen. Das Rauchproblem war aus einer Nachbarwohnung im ersten Obergeschoss bemerkt worden, was die Dringlichkeit des Einsatzes unterstrich.
Umgehend wurde ein Atemschutztrupp eingesetzt, der einen Rauchvorhang aufstellte und die Wohnungstür gewaltsam öffnete. Die Feuerwehrleute reagierten schnell, um sicherzustellen, dass die Brandgefahr nicht weiter um sich griff. Um das Stiegenhaus rauchfrei zu halten, setzten sie zwei Drucklüfter ein. Ein weiterer Atemschutz-Rettungstrupp war in Bereitschaft, um im Falle einer Evakuierung des Gebäudes sofort eingreifen zu können.
Einsatzmaßnahmen und Ergebnisse
Erfreulicherweise waren zum Zeitpunkt des Einsatzes keine weiteren Personen mehr im Gebäude. Der Brandherd wurde im Elektroverteilerkasten lokalisiert. Löschmittel in Form eines C-Rohres kamen zum Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen. Nach der Brandbekämpfung wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet und mit einer Wärmebildkamera kontrolliert, um mögliche Glutnester zu identifizieren. Dies erforderte das Öffnen eines Teils der angrenzenden Trockenbauwand, um weitere gefährliche Zündquellen auszuschließen. Dabei stellte das Energieversorgungsunternehmen die Spannungsfreiheit der elektrischen Anlage sicher.
Die gesamte Einsatzdauer betrug rund eineinhalb Stunden. Beteiligt waren insgesamt 27 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Weiz, unterstützt von sechs Fahrzeugen sowie 13 Mitgliedern in Bereitschaft. Zudem waren das Rote Kreuz und die Polizei an diesem Einsatz beteiligt. Die Feuerwehr der Stadt Leibnitz war ebenfalls im Einsatz.
Hintergrund zu Feuerwehreinsätzen
Feuerwehren spielen eine wesentliche Rolle in der Gefahrenabwehr und gehen weit über die Brandbekämpfung hinaus. Laut Statistiken der vergangenen Jahre gab es in Deutschland Ende 2022 rund 48.100 Feuerwehren, die sich überwiegend aus Freiwilligen zusammensetzen. Diese machen über eine Million aktive Mitglieder aus. 2022 rückte die Feuerwehr insgesamt zu rund 229.000 Einsätzen aufgrund von Bränden und Explosionen aus, was die Relevanz ihrer Arbeit verdeutlicht. Die Hauptaufgaben umfassen Retten, Löschen, Bergen und Schützen. Insbesondere in Notfällen oder bei medizinischen Einsätzen zeigen sich die Feuerwehren als unverzichtbare Sicherheitsstützen der Gesellschaft, wobei 2022 circa 2,8 Millionen Einsätze verzeichnet wurden.
In Anbetracht der Bedrohungen, mit denen Feuerwehrleute konfrontiert sind, sei angemerkt, dass 2023 rund 687 Gewalttaten gegen Feuerwehrkräfte gemeldet wurden, was die Gefahren ihrer Tätigkeit unterstreicht. Die bedeutende Arbeit, die diese Rettungskräfte tagtäglich leisten, erfordert nicht nur Mut, sondern auch umfassendes Training, um im Ernstfall schnell und effektiv handeln zu können. Die Ereignisse in Weiz sind ein klarer Beleg für die Ernsthaftigkeit der Feuerwehrarbeit und das Engagement der Einsatzkräfte.