In der Nacht zum 24. Jänner 2026 ereignete sich auf der A2, bei Straßenkilometer 196,7, ein schwerer Verkehrsunfall. Eine 20-jährige Lenkerin aus dem Bezirk Voitsberg kam aus bisher ungeklärten Gründen von der Fahrbahn ab und prallte seitlich gegen ein Tor eines Serviceparkplatzes. Der Aufprall war so heftig, dass das Tor durchbrochen wurde und das Fahrzeug stark deformiert wurde, was zur Folge hatte, dass die Fahrerin im Wrack eingeklemmt wurde. Laut fireworld.at wurde um 02:02 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Mooskirchen sowie die Feuerwehr Lieboch alarmiert, um die notwendige Rettungsaktion zu unterstützen.

Dank des automatischen Notrufsystems eCall des Smartphones oder der Smartwatch der Lenkerin wurde unverzüglich die Rettungskette in Gang gesetzt. eCall ermöglicht es, im Notfall sofort einen Notruf an die Leitstelle zu senden, wobei Standort, Zeitpunkt und Fahrzeuginformationen übertragen werden. Dieses System ist seit April 2018 für alle neu genehmigten Pkw-Modelle in der EU gesetzlich vorgeschrieben, und ab dem 1. Jänner 2026 müssen auch neue Fahrzeugmodelle mit dem weiterentwickelten Next Generation eCall ausgestattet sein, welches eine noch schnellere Verbindung zur Leitstelle und umfangreichere Datenübertragungen ermöglicht, wie rettungsmagazin.de berichtet.

Einsatzkräfte und Rettungsmaßnahmen

Die am Unfall eingesetzten Rettungskräfte umfassten das Rote Kreuz mit einem Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug, die Polizei, ASFINAG sowie einen Abschleppdienst. Der Rettungsplan wurde in engem Austausch mit dem Rettungsdienst und einem Notarzt erstellt. Die Rettung der eingeklemmten Lenkerin erfolgte durch das Entfernen der Rückbank des Fahrzeugs und das gezielte Befreien des Beinbereichs, bevor sie mit einem Spineboard gerettet wurde. Trotz der schweren Verletzungen war die 20-Jährige ansprechbar und wurde nach der notärztlichen Erstversorgung in das LKH Graz gebracht. Am Unfallfahrzeug entstand Totalschaden, und der genaue Unfallhergang ist Gegenstand laufender Ermittlungen.

eCall, das durch Sensoren im Fahrzeug aktiviert wird, sorgt dafür, dass im Fall eines Aufpralls oder einer Airbagauslösung automatisch ein Notruf abgesetzt wird. Die damit verbundenen Informationen ermöglichen eine schnellere Alarmierung und eine präzise Ortung von Unfällen, was insbesondere in kritischen Situationen von unschätzbarem Wert ist. Dennoch bleibt die klassische Notrufkette von Ersthelfern unverzichtbar, die als erste am Unfallort sind, um zu helfen und den Rettungsdienst zu verständigen, so adac.de.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der jüngste Vorfall auf der A2 einmal mehr die Bedeutung von Vor-rettungssystemen wie eCall unterstreicht. Sie haben das Potenzial, die Zeit bis zum Eintreffen von Rettungskräften erheblich zu verkürzen, was möglicherweise Leben retten kann. Angesichts der geplanten gesetzlichen Änderungen, die ab 2026 in Kraft treten, wird erwartet, dass die Nutzung solcher Technologien in Zukunft weiter zunehmen wird.