Heute, am 6. Februar 2026, kam es in Graz zu einem Zimmerbrand, der mehrere Menschen in Gefahr brachte. Der Notruf erreichte die Brandmeldezentrale kurz vor 08:00 Uhr, woraufhin die Berufsfeuerwehr umgehend alarmiert wurde. Der Einsatz begann mit dem Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte um 08:04 Uhr an der Radezkystraße im ersten Obergeschoss eines Wohnhauses, wo der Brandherd in einer Küche lokalisiert werden konnte. Die Feuerwehrleute führten einen Innenangriff mit einem C-Rohr durch und begannen gleichzeitig mit der Entrauchung des verrauchten Treppenhauses.

Dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehr konnten drei Personen aus dem Gefahrenbereich gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden. Der Brand, der sich auf die Küche beschränkte, wurde innerhalb weniger Minuten gelöscht. „Der Einsatz zeigte einmal mehr die Wichtigkeit einer schnellen Alarmierung und der effizienten Arbeit der Berufsfeuerwehr“, berichtete ein Einsatzleiter. Nach den Löscharbeiten kontrollierte die Feuerwehr alle Wohnungen im betroffenen Gebäude und leitete umfangreiche Lüftungsmaßnahmen mit mehrere Hochleistungslüftern ein.

Brandursache und Ermittlungen

Die genaue Brandursache bleibt noch unklar und ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Feuerwehr und Polizei arbeiten hier eng zusammen, um mögliche Hinweise zu klären. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass Küchen der häufigste Ort für Brände sind, wie auch eine Studie der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb) zeigt. Die Statistiken belegen, dass Küchen für 27 % der Brandentstehungen in Wohngebäuden verantwortlich sind.

Insgesamt waren bei diesem Einsatz fünf Fahrzeuge und 23 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr im Einsatz. Die schnelle Reaktion und die effektiven Maßnahmen der Feuerwehr haben vermutlich Schlimmeres verhindern können und Leben gerettet.

Bedeutung der Feuerschutzstatistik

Die vfdb-Brandschadenstatistik hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und dient der Risikobewertung von Gebäudebränden. Durch die Erfassung von über 5.000 Einsätzen zwischen 2013 und 2017 zeigt sich, dass ein Großteil der Brände in Wohngebäuden geschieht. Die Daten dienen dazu, entsprechende Gegenmaßnahmen im Brandschutz zu ergreifen.

Diese aktuelle Situation in Graz unterstreicht die Wichtigkeit solcher Statistiken und der darauf basierenden Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheitsstandards in Wohngebäuden. Feuerwehr und Behörden sind gefordert, die Ursachen präventiv zu analysieren und Aufklärungsarbeit zu leisten, um künftige Brände zu vermeiden.