
In der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist es manchmal schwierig, positive Nachrichten aus der Region zu finden. Das Land leidet im zweiten Jahr unter einer sanften Rezession, und die allgemeine Stimmung in Graz und Umgebung ist angespannt, besonders in einer Region, die stark vom Autosektor abhängig ist. Dennoch gibt es ermutigende Entwicklungen, die es wert sind, hervorgehoben zu werden. Fünf innovative Unternehmen und Persönlichkeiten aus der Region wurden für die Wahl der Köpfe des Jahres 2024 nominiert, und sie präsentieren unterschiedlichste Ansätze, um in der aktuellen Herausforderung erfolgreich zu sein.
Der erste Nominierte ist Thomas Müller, der zusammen mit Georg Schrimpf die Lifestylemarke Baron Filou gegründet hat. Die Marke hat sich mit ihrem niedlichen Bären-Motiv auf T-Shirts, Pullovern und anderen Accessoires über Europas Grenzen hinaus etabliert. Ursprünglich aus Graz, beweisen die Gründer, dass man mit einer kreativen Idee international Fuß fassen kann.
Innovative Ideen aus Graz
Ein weiteres bemerkenswertes Unternehmen stammt von Paul Feiertag, der in der Griesgasse einen Baumarkt eröffnet hat. Er wollte die Möglichkeit bieten, alltägliche Handwerksmaterialien in der Nähe der Stadt zu bekommen, ohne dafür weite Wege in große Baumärkte auf sich nehmen zu müssen. Feiertag bietet neben Produkten auch kreative Workshops an, um den Menschen zu zeigen, was sie mit dem richtigen Werkzeug alles anstellen können.
Majd Alhomsi hat in einer ganz anderen Branche Fuß gefasst. Als Flüchtling aus Syrien kam er 2015 nach Österreich und hat sich seither durch unermüdlichen Einsatz und Engagement einen Platz in der Gastronomie erkämpft. Heute ist er Teilhaber einer Filiale der erfolgreichen Restaurantkette dean&david, was nicht nur für ihn, sondern für viele ähnliche Geschichten stehen kann. Sein Weg verdeutlicht, wie Integration und unternehmerischer Geist Hand in Hand gehen können.
Die beiden Gründer Ines Wöckl und Alexander Rech setzen sich mit ihrem Start-up Flasher für mehr Sicherheit im Straßenverkehr ein. Ihr Produkt funktioniert wie ein Blinker, der am Arm getragen wird, um anderen Verkehrsteilnehmern anzuzeigen, in welche Richtung Radfahrer abbiegen möchten. Diese innovative Lösung soll nicht nur zusätzliche Sicherheit bieten, sondern auch die Sichtbarkeit im Straßenverkehr erhöhen.
Zu guter Letzt haben Jan Kranner und Wolfgang Weingraber die Plattform ByeAgain ins Leben gerufen, die sich auf den Kauf und Verkauf von nicht mehr benötigtem Kinderspielzeug spezialisiert hat. Ihr Anliegen ist es, der Wegwerfmentalität entgegenzuwirken und umweltfreundliche Praktiken durch eine Kreislaufwirtschaft zu fördern. Die Spielzeuge werden aufbereitet und mit minimalem Verpackungsmüll wiederverkauft.
Diese fünf Nominierungen sind nur einige Beispiele für die positiven Entwicklungen in der Region Graz. Trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Gesamtbedingungen zeigen diese Unternehmer, dass mit Kreativität, Einsatz und Engagement auch in Krisenzeiten neue Wege beschritten werden können. Details und mehr Informationen zu diesen bemerkenswerten Geschichten sind in einem Bericht auf www.kleinezeitung.at zu finden.
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