
Im österreichischen Lebensmittelhandel wird viel Geld in das neue Einwegpfand investiert, das Anfang 2025 in Kraft tritt. Diese Vorgehensweise ist Teil eines größeren Trends in der Branche, der auch kleinere Akteure betrifft. Gunther Michl, Mitbegründer von Alfies, einem Online-Supermarkt mit Standorten in Wien, Graz und Zürich, äußerte sich zu den Herausforderungen, mit denen sein Unternehmen konfrontiert ist. "Wir sind im Vergleich zu anderen, größeren Playern, die dreistellige Millionenbeträge in das Pfandsystem stecken, natürlich ein kleiner Fisch", erklärt Michl.
Die Einführung des Einwegpfands ist ein bedeutender Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und verstärkt die Diskussion über umweltfreundliche Verpackungen. Obwohl Alfies eine Nische bedient und sich auf den Online-Lebensmittelverkauf spezialisiert hat, sieht Michl ein Potenzial für Wachstum in diesem Sektor. In anderen europäischen Ländern wie England, den Niederlanden und Frankreich ist der Online-Einkauf längst weit verbreitet. Österreich hingegen hinkt in dieser Entwicklung hinterher. "Wir wachsen, und ich bin zuversichtlich, dass sich auch in Österreich der Trend zum Online-Einkauf verstärken wird", sagt Michl.
Die Perspektiven für den Online-Lebensmittelhandel
Die Herausforderungen für kleinere Online-Anbieter liegen nicht nur im finanziellen Bereich. Der Wettbewerb mit zahlreichen etablierten, stationären Lebensmittelgeschäften in Österreich verlangt nach kreativen Lösungen und innovativen Ansätzen. Michl beteilgt sich an der Optimierung der Logistik und der Vermarktung von Alfies, um in diesem hart umkämpften Markt bestehen zu können. "Wir haben gelernt, uns auf unsere Stärken zu konzentrieren und die Verbraucher durch einen erstklassigen Service und eine große Produktauswahl zu überzeugen", hebt er hervor.
Die Investitionen in das Einwegpfandsystem können auch kleinere Unternehmen dazu zwingen, ihre Strategien zu überdenken, insbesondere hinsichtlich ihrer Verpackung und der damit verbundenen Kosten. Die Reaktion auf das Einwegpfand ist für viele kleine Akteure entscheidend, um auch weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. "Das Einwegpfand wird uns helfen, mehr Verantwortung in der Verpackungsdebatte zu übernehmen", meint Michl abschließend, der die positive Entwicklung in der Branche optimistisch sieht.
Für weitere Informationen über die Entwicklungen im Lebensmittelhandel und die bevorstehenden Veränderungen im Zusammenhang mit dem Einwegpfand empfehlen wir, einen Blick auf die aktuelle Berichterstattung auf www.kleinezeitung.at zu werfen.
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