Am Sonntagabend, dem 18. Jänner 2026, kam es in der Gemeinde Rohrbach an der Lafnitz in der Steiermark zu einem verheerenden Brand einer Gartensauna. Gegen 20:00 Uhr bemerkte der Eigentümer, der die Sauna gerade aufheizen wollte, dass Flammen aus dem Gebäude schlugen. Umgehend alarmierte er die Feuerwehr Stattegg, die mit mehreren Fahrzeugen und Einsatzkräften anrückte. Bei ihrem Eintreffen stand die Sauna bereits in Vollbrand. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Die Polizei wurde schnell verständigt und informierte die Bezirksbrandermittlerin der Polizei Steiermark. Vor Ort begannen erste Erhebungen zur Brandursache, die derzeit noch unbekannt ist. Eine umfassende Brandursachenermittlung erfolgt, sobald genügend Tageslicht zur Verfügung steht. Bis jetzt gibt es auch keine Angaben zur Höhe des entstandenen Schadens, was die Situation zusätzlich kompliziert macht.

Wichtigkeit der Brandursachenermittlung

Die Ermittlung von Brandursachen spielt eine zentrale Rolle in der Brandschutzpraxis. Sie klärt nicht nur, ob ein Feuer durch ein Vergehen oder eine Straftat verursacht wurde, sondern hilft auch, präventive Maßnahmen zu optimieren. Laut Informationen von Tüv Süd ist es entscheidend, dass Brandursachenermittler Spuren sichern und den Brandherd korrekt feststellen, um den Verlauf des Feuers nachvollziehen zu können. Die Ermittlungen haben zudem eine präventive Funktion, da Erkenntnisse in zukünftige Brandschutzvorschriften einfließen können (Tüv Süd).

Nach einem Brand wird in der Regel auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, um verschiedene polizeiliche Kräfte zur Ermittlung heranzuziehen. Um die Brandursache zu bestimmen, wird häufig das Ausschlussverfahren verwendet, da die Entstehung von Bränden vielschichtige Ursachen haben kann. Forensische Methoden kommen dabei ebenfalls zum Einsatz, auch wenn sie anfällig für Fehler sind.

Statistische Hintergründe

Zusätzlich zur aktuellen Lage in der Steiermark zeigt die deutsche Brandstatistik, dass Brände vor allem in Küchen entstehen, verteilt auf fast 27% der Brandursachen. Besonders häufig ereignen sich Brände in Wohngebäuden und im Bereich bis zum zweiten Obergeschoss (FeuerTrutz). In den Jahren 2013 bis 2017 erfasste die vfdb über 5.000 Gebäudebrandeinsätze, was die Relevanz von präventiven Maßnahmen und der Ermittlung von Brandursachen verdeutlicht.

Die Daten leisten einen wichtigen Beitrag zur Risikobewertung von Gebäudebränden und unterstützen die Entwicklung neuer Brandschutzrichtlinien. Es wird zunehmend erkannt, dass effektiver Brandschutz nicht nur die Bekämpfung, sondern auch die Prävention und die sorgfältige Analyse von Brandursachen umfasst.