Am 4. Februar 2026 fand im Rathaus ein außerplanmäßiger Stadtsenat statt. Grund für die Sitzung war die bevorstehende Gemeinderatssitzung in der kommenden Woche. In diesem Kontext wurde die Umbenennung der Hermann-Gmeiner-Straße in Prof.-Rudolf-Wurzer-Straße positiv vorbesprochen. Der Antrag wurde von Bürgermeister Christian Scheider eingebracht und soll nun durch den Gedenk- und Erinnerungsbeirat sowie das Kärntner Landesarchiv und das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands geprüft werden. Letztendlich trifft jedoch der Gemeinderat die endgültige Entscheidung zur Umbenennung.

Zusätzlich nimmt die Stadt Klagenfurt an der Initiative „Österreich zu Fuß“ teil, deren Ziel es ist, mehr Aufmerksamkeit für das Zu-Fuß-Gehen zu schaffen. Diese Initiative umfasst gemeinsame Aktionen und Veranstaltungen, darunter auch den Tag des Zu-Fuß-Gehens. Für die Stadt entstehen durch die Teilnahme an dieser Initiative keine zusätzlichen Kosten.

Sanierungsarbeiten am Kanalsystem

Im Rahmen der Sitzung wurden auch Sanierungsarbeiten am Kanalsystem in der Trettnigstraße beschlossen, die noch in diesem Jahr beginnen sollen. Die geplanten Kosten belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Euro. Der vollständige Kanalumbau soll in mehreren Bauabschnitten erfolgen, wobei die Digitalisierung des Systems vorangetrieben wird. Ziel dieser Maßnahmen ist eine verbesserte Planung möglicher zukünftiger Sanierungen.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Beteiligung der Stadt Klagenfurt am Streuner­katzen-Kastrationsprojekt, das seit 2018 läuft. Dieses Projekt, das mit dem Land Kärnten, dem Gemeindebund und der Tierärztekammer ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, die unkontrollierte Vermehrung von Streuner­katzen einzudämmen. Der Gemeinderat wird auch hier die finale Entscheidung treffen.

Personelle Veränderungen in Ausschüssen

In der Sitzung wurden zudem personelle Änderungen in verschiedenen Ausschüssen vorbesprochen. Michael Gussnig wird in den Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen nachrücken, während Dieter Schmied in den Ausschuss für Stadtentwicklungs- und Verkehrsplanung wechselt. Ulrike Herzig rückt in den Ausschuss für Frauen, Familie und Jugend nach. Auch hier liegt die endgültige Entscheidung beim Gemeinderat.

Für die Benennung von Verkehrsflächen sind in Österreich bestimmte Empfehlungen und Kriterien festgelegt worden. Diese basieren auf der Resolution VIII/2 der Vereinten Nationen und fordern, dass Namen eine Orientierungsfunktion erfüllen und gut eingeführte Bezeichnungen nicht ohne wichtigen Grund geändert werden. Es wird angemerkt, dass bei Umbenennungen das Nachwirken des alten Namens berücksichtigt werden sollte, um Verwirrung zu vermeiden. Diese Richtlinien sind ein wichtiger Aspekt im Kontext der Stadtentwicklung und der künftigen Benennung von Verkehrsflächen, wie zum Beispiel den neuen Vorschlägen für Straßen in Klagenfurt, welche dem Gedenken an bedeutende Persönlichkeiten dienen sollen, entsprechend den Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft für Kartographische Ortsnamenkunde (AKO).

Zusammenfassend zeigt sich, dass Klagenfurt intensiv an verschiedenen Projekten arbeitet, die sowohl der Stadtentwicklung als auch der Bürgerbeteiligung dienen. Die kommenden Entscheidungen des Gemeinderates werden hierbei entscheidend sein.