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Im Schatten der bevorstehenden Regierungsbildung brodeln die Gerüchte: Peter Hanke, der Finanz- und Wirtschaftsstadtrat von Wien, steht offenbar kurz vor der Ernennung zum neuen Finanzminister der Republik Österreich. Laut Berichten von Leadersnet hat sich Bürgermeister Michael Ludwig klar für Hanke ausgesprochen. Bei einer Sitzungen des SPÖ-Präsidiums brauchte man länger als geplant, um die Richtungen für die Ministerposten abzustecken, da es innerhalb der SPÖ verschiedene Vorstellungen gibt.
Andreas Babler, der Parteichef der SPÖ, hat mit seinem Vorschlag, Michaela Schmidt als Finanzministerin einzusetzen, bisher auf Widerstand gestoßen. Die Bedenken drehen sich um ihre fehlende Erfahrung im Finanzbereich. Hanke hingegen bringt mehrjährige Erfahrung als Leiter des Wiener Finanzressorts mit, was seine Chancen, in die Bundespolitik zu wechseln, erheblich steigert. Die Zustimmung zur Ernennung Hanke wird am Freitag bei der SPÖ-Entscheidungssitzung erwartet, so MeinBezirk.
Hankes Qualifikationen im Fokus
Peter Hanke, 60 Jahre alt, hat sich als erfahrener Finanzpolitiker einen Namen gemacht, unterstützt von wichtigen Organisationen wie der Gewerkschaft unter ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian und der Wirtschaftskammer unter WKO-Präsident Harald Mahrer. Seine Erfolge in der Budgetgestaltung und seine Kontakte zur Wirtschaft sind für die neue Koalition von großer Bedeutung. Seine Erfahrungen in der Privatwirtschaft und seine Führungspositionen bei der Wien Holding vor seinem politischen Engagement untermauern seine Kandidatur weiter. Trotz seiner Ambitionen liegt sein Hauptaugenmerk derzeit auf der Wiener Wahl, wie ein Sprecher betont.
Die Entscheidung über Hanke könnte die Koalitionsgespräche zwischen ÖVP, SPÖ und Neos entscheidend beeinflussen, insbesondere im Hinblick auf die Ressortaufteilung und die Zustimmung durch die Neos-Basis, die am Sonntag über das Regierungsprogramm abstimmen wird. Dieses Programm wird vorab am Donnerstag vorgestellt.
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