Am 9. Jänner 2026 werden in Spittal neue Maßstäbe in der Sportausbildung gesetzt. Die Stadt plant die Errichtung einer Mittelschule mit dualer Ausbildung, die in 32 Sportarten ausbildet. Mit dieser Initiative soll Spittal als künftiges Zentrum der Sportausbildung in Österreich etabliert werden, mit dem Ziel, die bekannten Ausbildungsstandorte Stams und Schladming zu übertreffen. Das Leistungssportzentrum trägt den Namen „Spittal GoldEck“ und wird an der Fritz-Strobl-Skimittelschule sowie der Polytechnischen Schule angesiedelt.
Die Idee zu diesem Projekt entstand im Zuge der umfassenden Sanierung der Fritz-Strobl-Skimittelschule. Ein neues Schulgebäude, das eine Fläche von 2.200 Quadratmetern bieten wird, ist Teil des Plans, der insgesamt 13.000 Quadratmeter umfasst. Die Polytechnische Schule wird an einen Wohnbauträger verkauft und in ein Internat mit 54 Betten umgebaut.
Infrastruktur und Finanzierung
Ein Verbindungstrakt wird im Projekt ausgebaut, um zusätzliche Sport- und Trainingsflächen, Werkstätten, Lagerflächen, Duschen sowie eine Kraftkammer zu schaffen. Bereits jetzt stehen auf dem Campus zwei Sporthallen und zwei Gymnastiksäle zur Verfügung. Die Gesamtkosten für die Errichtung betragen rund zwei Millionen Euro netto und werden durch einen Zusammenschluss von Gemeinde, Sportreferat, Kärntner Bildungsbaufonds, Schulgemeindeverband Spittal und Beiträgen von EU- und Regionalentwicklungsfonds finanziert.
Die Präsentation des Projekts fand unter der Leitung von Landeshauptmann Peter Kaiser, Landeshauptmannstellvertreter Martin Gruber, Landesrat Peter Reichmann und Bürgermeister Gerhard Köfer statt. Das Projekt bewegt sich nun in Richtung Detailplanung, wobei der Baubeginn für den Herbst angesetzt ist. Der Abschluss der Bauarbeiten ist in 1,5 bis 2 Jahren geplant. Die Schule wird voraussichtlich zwischen 250 und 300 Schüler aufnehmen.
Duale Karriere und Unterstützung
Ein zentrales Element dieser schulischen Initiative ist die duale Karriere, die eine Kombination aus schulischer Ausbildung und professionellem Sport bietet. Diese Art der Ausbildung richtet sich an die Altersgruppe der 14- bis 19-Jährigen und soll den jungen Talenten ermöglichen, sowohl eine akademische Laufbahn als auch eine Karriere im Spitzensport zu verfolgen. Unterstützung erhalten die Schüler durch Sportmedizin, Ernährungswissenschaft und Mentale Trainingsprogramme, die im Rahmen des Schulsportleistungsmodells in Kärnten bereitgestellt werden.
Die Kooperation im Bereich der dualen Karriere wird durch das Förderprogramm „Entwicklung Nachwuchsleistungssport / Duale Karriere“ unterstützt. Dies beinhaltet eine umfassende Begleitung durch Fachleute im Nachwuchsleistungssport und zielt darauf ab, ein optimales Ausbildungsumfeld für den sportlichen Erfolg zu schaffen. Die fachübergreifende, nachhaltige Betreuung soll den jungen Athleten helfen, ihre sportlichen Spitzenleistungen zu erreichen, während sie gleichzeitig ihre schulische Ausbildung erfolgreich abschließen können. bmkoes.gv.at hebt hervor, dass diese Mischung aus sportlicher und schulischer Ausbildung von entscheidender Bedeutung ist, um die Karrierewege der Nachwuchstalente zu fördern.
Insgesamt verspricht die Entwicklung von Spittal zu einem führenden Standort der Sportausbildung nicht nur eine Stärkung des regionalen Sportangebots, sondern auch die gezielte Förderung junger Talente in Österreich.dolomitenstadt.at