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Sorgearbeit in Österreich: Frauen kämpfen gegen Altersarmut!

Der Equal Care Day am 29. Februar hebt die gravierenden Ungerechtigkeiten in der Verteilung von Sorgearbeit in Österreich hervor. Laut dem Niederösterreichischen Armutsnetzwerk verbringen Frauen durchschnittlich täglich über vier Stunden mit unbezahlter Care-Arbeit, während Männer nur etwa die Hälfte dieser Zeit dafür aufwenden. Diese ungleiche Verteilung führt zu einer alarmierenden Altersarmut unter Frauen, die im Schnitt 41 Prozent geringere Pensionen erhalten als Männer. „Ganze Arbeit – halbe Pension“, wie es die Obfrau des Armutsnetzwerkes, Barbara Bühler, treffend formulierte, verdeutlicht die prekären finanziellen Verhältnisse vieler Frauen, die oft in Teilzeitjobs arbeiten und somit deutlich weniger in die Pensionskassen einzahlen können, berichtet ORF.at.

Ein Beispiel ist die pensionierte Altenpflegerin Maria aus Niederösterreich, die sich nicht leisten kann, ihre Wohnung im Winter zu heizen, da ihre Mindestpension unter der Armutsgrenze liegt. Laut Bühler können derzeit fast 45 Prozent der armutsgefährdeten Haushalte unerwartete Ausgaben nicht stemmen. Die Forderungen des Armutsnetzwerks an die Politik sind eindeutig: Eine Anhebung der Mindestpension und eine faire Verteilung der Care-Arbeit zwischen den Geschlechtern. „Altersarmut ist kein Naturgesetz, sondern eine politisch gemachte Realität“, so Bühler. Sie fordert darüber hinaus strukturelle Reformen in der bezahlten Care-Arbeit sowie eine faire Entlohnung, um die Herausforderungen der ungerechten Zorgleichheit anzugehen. Diese Themen stehen auch im Mittelpunkt der Diskussionen rund um den kommenden internationalen Frauentag, wie NÖN.at berichtet.

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Details zur Meldung
Was ist passiert?
Altersarmut
In welchen Regionen?
St. Pölten
Genauer Ort bekannt?
St. Pölten, Österreich
Beste Referenz
noe.orf.at
Weitere Quellen
noen.at

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