Am 2. November 2025 wurde der für den 17. bis 18. Oktober 2025 geplante 72-Kilometer-Marsch von St. Pölten nach Mariazell, organisiert von Trail of Hope, vorzeitig abgebrochen. Der Abbruch erfolgte aus gesundheitlichen Gründen, jedoch konnten trotz dieser Umstände 1.238,46 Euro gesammelt und übergeben werden. Jakob Schneck, Mitgründer von Trail of Hope, betonte: „Wir gehen für jene, die nicht mehr können“, und drückte seine Dankbarkeit für jede Spende und Unterstützung aus.
Lisa Huto von der St. Anna Kinderkrebsforschung hob die herausragende Bedeutung solcher Spenden hervor. Diese Finanzierung ist essenziell, da die St. Anna Kinderkrebsforschung, gegründet 1986, zu den weltweit führenden Einrichtungen im Bereich der pädiatrischen Onkologie zählt. Sie hat sich das Ziel gesetzt, die Heilungsraten von Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Aktuell liegt die Überlebensrate bei rund 82,5 Prozent, was im Vergleich zu nur 50 Prozent vor 30 Jahren einen enormen Fortschritt darstellt.
Der Fortschritt in der Krebsforschung
Jährlich erkranken in Österreich rund 250 Kinder und Jugendliche an Krebs. Dank der unermüdlichen Forschungsarbeit der St. Anna Kinderkrebsforschung, die 2023 11,35 Millionen Euro durch Spenden erhielt, konnten sich die Überlebenschancen signifikant verbessern. Wichtiger Bestandteil der Forschungsarbeit ist die Entwicklung schonenderer Therapien, die Nebenwirkungen und Spätfolgen reduzieren.
In Deutschland zeigt der Jahresbericht 2022 des Deutschen Kinderkrebsregisters, dass aktuell 84 % der betroffenen Kinder und Jugendlichen eine Krebserkrankung um mindestens 15 Jahre überleben. Diese Entwicklung ermutigt die Akteure im Bereich der Kinderkrebsforschung, ihre Anstrengungen fortzusetzen. Martin Spranck, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Kinderkrebsstiftung, betont, dass die Forschung weiter vorangetrieben werden muss, um die Situation krebskranker Kinder zu verbessern.
Gemeinschaftliches Engagement
Bei der Veranstaltung in St. Pölten waren auch bemerkenswerte Persönlichkeiten anwesend. Simon Weiß, Geschäftsführer von Invictuslegio, hob den Wert praktischer Unterstützung hervor, während John Patrick Platzer, Präsident von Soldaten mit Herz, den gemeinschaftlichen Gedanken des Marsches betonte. Die Vorfreude auf den nächsten Marsch im kommenden Jahr ist bereits spürbar, und die Organisatoren sind optimistisch, dass sie mit mehr Energie und Unterstützung zurückkehren können.
Die St. Anna Kinderkrebsforschung hat sich mittlerweile von einem kleinen Verein zu einer international anerkannten Institution entwickelt, die durch ihre wissenschaftliche Arbeit zum Wohl von krebserkrankten Kindern maßgeblich beiträgt. Der Weg der Forschung begann 1988 nach einer Spendenaktion, und seither hat sich das Engagement für die Verbesserung der Heilungschancen kontinuierlich erhöht.
Insgesamt zeugt die hohe Bereitschaft zur Unterstützung von Projekten wie „Trail of Hope – Gehen für jene, die nicht mehr können“ von einem bemerkenswerten Gemeinschaftsgeist, der nicht nur in Österreich Stärke zeigt, sondern auch klar macht, dass die Herausforderungen in der Kinderkrebsforschung nicht alleine bewältigt werden können. Weitere Informationen zur St. Anna Kinderkrebsforschung sind auf spendeninfo.at zu finden, während die fortschreitenden Entwicklungen in der Forschung auch auf kinderkrebsstiftung.de nachgelesen werden können.