Am 30. November 2025 wurde das zweite Einzel-Springen der Männer in Ruka, Finnland, aufgrund zu starker Winde abgesagt. Die Jury kam zu dieser Entscheidung nach etwa 30 Minuten des Wartens und angesichts der schlechten Wettervorhersagen. Dies berichtet Laola1.
Bereits am Samstag, dem 29. November, war der Wettkampf auf der windanfälligen Schanze unterbrochen worden, wobei nur ein Wertungsdurchgang durchgeführt werden konnte. Die hohen Windgeschwindigkeiten führten zudem zur Absage der Qualifikation für den Sonntag. FIS-Renndirektor Sandro Pertile hatte die Hoffnung auf bessere Wetterbedingungen, jedoch waren Windgeschwindigkeiten von bis zu 10 m/s vorhergesagt.
Reaktionen und Auswirkungen
ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl hatte bereits am Samstagmorgen mit einer Absage gerechnet, da der Wind in der Absprungphase als gefährlich galt. Darüber hinaus äußerte Andreas Wellinger, bester Deutscher am Samstag mit einem siebten Platz, sein Unverständnis für die schnelle Entscheidung zur Absage. Sportschau berichtet, dass die Athleten nun einige freie Tage genießen, bevor sie nach Wisla, Polen, reisen, wo nächste Woche drei Einzel-Springen für Männer und zwei Einzel-Springen für Frauen stattfinden sollen.
Die Unklarheit über den Zeitpunkt eines Nachholtermins lässt auch Fragen offen. Pertile betonte jedoch, dass der Event so schnell wie möglich neu angesetzt werden soll. Die FIS arbeitet bereits daran, die Wettbewerbe möglicherweise in Lahti nachzuholen.
Neue Regelungen im Skispringen
Parallel zur Diskussion um wetterbedingte Absagen müssen Skispringer sich auf strengere Regeln zur Ausrüstung einstellen. Wie Sport1 berichtet, dürfen Athleten nur noch mit einem einzigen, mit einem Identifikationschip ausgestatteten Anzug antreten. Ein zweiter Anzug als Ersatz ist nur im Falle einer Beschädigung erlaubt.
Diese neuen Regularien folgen auf einen Skandal bei den Weltmeisterschaften in Trondheim, bei dem norwegische Teamanzüge unerlaubte Nähte aufwiesen, die einen unfairen Vorteil verschafften. Ab dem Weltcup am Holmenkollen in Oslo werden alle zugelassenen Anzüge kontrolliert. In diesem Zusammenhang betonten die FIS-Renndirektoren die Notwendigkeit, die Effizienz der Ausrüstungskontrolle zu verbessern.
Insgesamt zeigt sich, dass sowohl wetterbedingte Herausforderungen als auch striktere Regularien den Wettkampfverlauf im Skispringen stark beeinflussen können.