Heute, am 28. Dezember 2025, ereignete sich auf der Rote Piste 258 ein schwerer Skiunfall, der einen 54-jährigen deutschen Wintersportler in Mitleidenschaft zog. Gegen 9.30 Uhr kam es zu einer Kollision zwischen mehreren Skifahrern, wobei ein unbekannter Skifahrer mit dem Mann zusammenprallte. Dieser stürzte schwer und zog sich eine ausgekugelte Schulter zu. Die Bergungsmaßnahmen mussten rasch eingeleitet werden, und der Verletzte wurde vor Ort erstversorgt und mit dem Rettungshubschrauber Gallus 1 ins Krankenhaus geflogen. Während der Unfallverursacher seine Fahrt fortsetzte, ohne Hilfe zu leisten, ist die Polizei nun auf der Suche nach einem dunkel gekleideten Skifahrer. Zeugen sind aufgerufen, sich bei der Polizeiinspektion Au zu melden (Tel.: 059133 8122 100). Exxpress berichtet, dass dieser Vorfall Teil einer alarmierenden Serie von Skiunfällen in dieser Saison in Österreich ist.

Besonders betroffen sind die Regionen in Salzburg, wo die hohe Anzahl an Abfahrten in St. Johann im Pongau zu einer erhöhten Auslastung der Pisten führt. Dies hat, nach Angaben von Ärzten und Skiexperten, zu ansteigenden Unfallzahlen geführt. Viele Wintersportler überschätzen sich, vor allem zu Saisonbeginn, und unterschätzen ihre Ermüdung. Das Ergebnis sind vermehrte Prellungen, Knochenbrüche und schwere Knieverletzungen. Auch moderne Ausrüstung, wie Carving-Ski, führt dazu, dass selbst weniger geübte Fahrer hohe Geschwindigkeiten erreichen und Probleme bei der Kontrolle ihrer Ski haben. Krone hebt hervor, dass die Unfallstatistiken alarmierend sind und die Betreiber der Skigebiete betonen, dass das Risiko pro Fahrt statistisch vergleichbar bleibt.

Steigende Unfallzahlen und deren Ursachen

Laut den neuesten Zahlen des Kuratoriums für alpine Sicherheit, die über den Zeitraum vom 1. November 2023 bis zum 1. April 2024 ermittelt wurden, gab es in Österreich 106 Alpintote, was im Vergleich zum 10-Jahres-Mittel von 109 nur geringfügig niedriger ist. Im Winter 2022/23 waren es 107. Besonders auffällig ist die Geschlechterverteilung: 86 Männer (81 %), 19 Frauen (18 %) und 1 Person ohne Geschlecht. Zudem wurden 5.173 Verletzte gezählt, was ebenfalls über dem 10-Jahres-Mittel von 4.926 liegt. Alpin hebt hervor, dass die häufigsten Unfallursachen Kollisionen (60 %) und Stürze (16 %) sind. Pisten und Skirouten sind die häufigsten Unfallorte, wobei Tirol besonders stark betroffen ist.

Die Zunahme der Unfallzahlen wird auch durch den wärmsten Winter seit Wetteraufzeichnungen begünstigt, wie ÖKAS-Präsident Peter Paal anmerkte. Diese Situation stellt eine Herausforderung für den Wintertourismus dar und könnte zukünftige Maßnahmen zur Verbesserung der alpinen Sicherheit erfordern.