Nach dem Attentat in Villach haben extensive Sicherheitsmaßnahmen in Österreich vorrangige Bedeutung erlangt. Seit der Attacke wurden über 22.300 Menschen in den Einrichtungen der Grundversorgung kontrolliert. Diese Kontrollen sind Teil einer Reihe von Maßnahmen, die darauf abzielen, die Sicherheit in der Bevölkerung zu erhöhen.

Der Attentäter, der in einer stillgelegten Unterkunft für Asylwerber lebte, hat das Bewusstsein für die Sicherheitssituation in Österreich geschärft. Rund 380 Kontrollschwerpunkte wurden in ganz Österreich eingerichtet, um eine effektive Überwachung der Grundversorgung sicherzustellen. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) bezeichnete diese Kontrollen als integralen Bestandteil der Sicherheitspolitik, die sicherstellen soll, dass nur regelkonforme Personen in der Grundversorgung verbleiben.

Fortsetzung der Sicherheitsmaßnahmen

Die Kontrollen werden mit mehr als 30 Schwerpunktmaßnahmen pro Monat fortgeführt. Das Innenministerium argumentiert, dass sie Anknüpfungspunkte für Sanktionen in der Grundversorgung schaffen. Aktuell sind nur noch 9.700 Asylsuchende in der Grundversorgung, was den niedrigsten Wert seit 2004 darstellt. Dabei stellen Asylwerber lediglich einen geringen Anteil an den Personen in der Grundversorgung dar. Der größte Teil, 57%, sind Vertriebene aus der Ukraine.

Zusätzlich zu den Kontrollen wurde eine Reihe von Maßnahmen implementiert, die zur massiven Eindämmung der illegalen Migration in Österreich geführt haben. Die Aufgriffe illegaler Migranten sanken um etwa 95 Prozent, und die Anzahl der Asylanträge reduzierte sich um 37 Prozent.

Ergebnisse der Asylpolitik

Die österreichische Regierung hat verschiedene Schritte unternommen, um illegale Migration zu minimieren. Beispielsweise wurde Österreichs Veto zur Schengen-Erweiterung als wirksame Maßnahme hervorgehoben. Durch engmaschige Grenzkontrollen konnte ein Rückgang der Aufgriffe illegaler Migranten im Burgenland von 1.700 in einer Kalenderwoche 2022 auf 86 im Jahr 2025 verzeichnet werden. Im ersten Halbjahr 2024 wurden noch 13.634 Asylanträge gestellt, während im ersten Halbjahr 2025 nur 8.637 Anträge eingingen.

Ebenfalls bemerkenswerte Maßnahmen sind die Einführung einer Arbeitspflicht für Asylwerber in Bundesbetreuungseinrichtungen. Über 75% dieser Asylwerber erfüllen ihre Pflicht durch die Pflege von Grünflächen. Unwillige Asylwerber riskieren eine teilweise Streichung des Taschengelds.

Mit der Einführung der Sachleistungskarte wird zudem versucht, Auslandsüberweisungen zu verhindern. Dieses Modell wird in den Bundesländern Salzburg, Oberösterreich und Steiermark angewandt. Innenminister Karner betont, dass die Asylpolitik fortgesetzt wird, um eine harte, aber gerechte und faire Regelung zu gewährleisten. Die Maßnahmen erweisen sich als entscheidend im Kampf gegen illegale Migration und grenzüberschreitende Kriminalität.