In der vergangenen Woche kam es in Österreich zu ansteigenden Verkehrsunfällen, bei denen insgesamt sechs Menschen ihr Leben verloren. Diese tragischen Vorfälle, darunter drei Pkw-Lenker und drei Fußgänger, verdeutlichen die anhaltenden Herausforderungen der Verkehrssicherheit im Land. Am Freitag, den 16. Jänner 2026, ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall im Bezirk Liezen, Steiermark, bei dem ein 34-jähriger Mann seinen schweren Verletzungen erlag. Er musste an der Unfallstelle reanimiert werden, war vermutlich nicht angeschnallt und starb nach notärztlicher Erstversorgung im UKH Linz.
Die vorläufige Bilanz von neun Verkehrstoten in Österreich vom 1. bis 18. Jänner 2026 steht im Vergleich zu den Vorjahren auf ähnlichem Niveau. In der Vorwoche gab es ebenfalls neun Tote, während in 2024 sogar zehn Verkehrstote registriert wurden. Die Unfallverteilung zeigt, dass die Todesfälle auf Gemeindestraßen, Landesstraßen und Autobahnen stattfanden, wobei sich die Verkehrstoten auf Niederösterreich (2), Vorarlberg (2), Burgenland (1) und Steiermark (1) verteilten.
Unfallursachen und -entwicklung
Die Hauptunfallursachen in den aktuell registrierten Fällen sind vielfältig. Dazu zählen Unachtsamkeit und Ablenkung (2 Fälle), Überholen (1), gesundheitliche Beeinträchtigungen (1), nicht angepasste Geschwindigkeit (1) sowie Fehlverhalten von Fußgängern (1). In einer der tragischen Unfälle handelte es sich um einen Alleinunfall. Auffällig ist, dass drei der Verkehrstoten ausländische Staatsangehörige waren.
Die umfassende Statistik zu Verkehrsunfällen dient der Erhebung zuverlässiger und aktueller Daten zur Verkehrssicherheitslage. Sie ist eine essentielle Grundlage für Maßnahmen in den Bereichen Gesetzgebung, Verkehrserziehung, Straßenbau und Fahrzeugtechnik. Die Informationen zu Unfällen, Beteiligten und Unfallursachen sind entscheidend für das Verständnis der Strukturen des Unfallgeschehens und der Faktoren, die Unfälle fördern.
Überwachung und Analyse von Verkehrsunfällen
Zusätzlich zu den aktuellen Berichten über Verkehrsunfälle wird in Österreich die Datenlage fortlaufend durch das Bundesministerium für Inneres erfasst. Die Erfassung dieser Unfälle mit Personenschäden erfolgt durch die Polizeiorgane und wird täglich aktualisiert. Diese kontinuierliche Beobachtung des Unfallgeschehens ist ein wesentlicher Bestandteil der Unfallforschung und -prävention.
Die quartalsweise und jährlich veröffentlichten Daten schaffen eine verlässliche Grundlage für die staatliche Verkehrspolitik, insbesondere in der Infrastruktur- und Verkehrssicherheitspolitik. Sie helfen nicht nur dabei, das Unfallrisiko zu bewerten, sondern unterstützen auch die Entwicklung von präventiven Maßnahmen, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.