Bei einer aktuellen Schwerpunktaktion zur Bekämpfung von Alkohol- und Drogen am Steuer wurden insgesamt 20 Führerscheine in einem einzigen Tag abgenommen. Ziel dieser Maßnahme war, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und das Fahren unter Suchtmitteleinfluss zu bekämpfen, berichtet das Gailtal Journal.
Im Rahmen dieser Aktion wurden 14 Fahrer aus dem Verkehr gezogen, weil sie unter Alkoholeinfluss standen. Zudem wurden sechs weitere Fahrer festgestellt, die Drogen konsumiert hatten. Neben den schwereren Verstößen sind 15 Minderalkoholisierungen dokumentiert worden, die rechtlich als Verwaltungsübertretungen zählen. Darüber hinaus wurden im Zuge der Kontrollen eine Vielzahl weiterer Verkehrsverstöße festgestellt, die die Notwendigkeit solcher Schwerpunktaktionen unterstreichen.
Alkohol- und Drogenverstöße
Das Thema Verkehrssicherheit ist von besonderer Bedeutung, da alkohol- und drogenbedingte Verkehrsunfälle eine große Anzahl an Opfern fordern. Im Jahr 2019 gab es in Deutschland allein 228 Tote durch Alkoholunfälle, während die Zahl der Verletzten sich auf 17.183 belief. Besonders gefährdet sind junge Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren, die oft in kritische Situationen geraten. Der Bußgeldkatalog für Alkohol verhängt bei einem Promillewert von 0,5 bereits empfindliche Strafen: Der erste Verstoß kostet 500 Euro und zieht ein einmonatiges Fahrverbot nach sich, so Bussgeldkatalog.
Die Gefahren durch Drogen am Steuer sind ebenso prävalent. Bei einem Verstoß gegen das Drogengesetz wird im ersten Fall ein Bußgeld von 500 Euro fällig, das bei Wiederholungstaten auf bis zu 1.500 Euro ansteigt. Auch hier sind die rechtlichen Konsequenzen erheblich. So können bei groben Verstößen Punkte im Fahreignungsregister vergeben werden, die bei 8 Punkten den Führerscheinentzug zur Folge haben.
Rechtliche Konsequenzen
Die rechtlichen Maßnahmen gegen das Fahren unter Einfluss von Drogen oder Alkohol sind umfassend geregelt. Bei einer Alkoholkonzentration von 1,1 Promille gilt man in Deutschland als absolut fahruntüchtig, was den sofortigen Führerscheinentzug sowie eine Geldstrafe nach sich zieht. Sollte die Promillezahl 1,6 erreichen, ist eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) erforderlich. Die Kosten für eine solche Überprüfung können bis zu 2.500 Euro betragen, wie die Informationen von Bussgeldinfo belegen.
Die Verkehrssicherheitslage und die konsequente Handhabung von Alkohol- und Drogenverstößen im Straßenverkehr ist dringend notwendig, um die Unfallzahlen dauerhaft zu senken und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Die jüngsten Kontrollen zeigen, dass die Behörden sich dieser Herausforderung aktiv annehmen.