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Schutzmaßnahmen gegen Maul- und Klauenseuche: Alarmstufe rot für Niederösterreich!

Am 2. April 2025 hat Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, die Dringlichkeit zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche (MKS) öffentlich gemacht. Er fordert schärfere Schutzmaßnahmen, da sich die Seuche in mehreren europäischen Ländern ausbreitet. Ein Ausbruch in Österreich könnte katastrophale Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Wirtschaft haben, insbesondere für tierhaltende Familienbetriebe, die durch Quarantäne und Keulungen in ernsthafte wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten könnten.

Schmuckenschlager warnt außerdem, dass Konsumenten von möglichen Preissteigerungen und Engpässen betroffen sein könnten, was die Abhängigkeit von Importen weiter erhöhen würde. Um diese Gefahren zu minimieren, hat er vier zentrale Forderungen an das Gesundheitsministerium formuliert:

Forderungen zur Eindämmung der Seuche

  • Strikte Kontrolle des Einfuhrverbots für lebende Nutztiere sowie Fleisch- und Milchprodukte aus betroffenen Regionen.
  • Verstärkte Kontrollen an Grenzstellen, einschließlich Seuchenteppichen und vorübergehender Schließung kleinerer Grenzübergänge.
  • Enge Zusammenarbeit und strenge Koordinierung durch die EU in den betroffenen Ländern.
  • Ein umfassender Krisenplan für schnelle Reaktionen im Ernstfall.

Zusätzlich appelliert Schmuckenschlager an die Bevölkerung, nicht notwendige Reisen in betroffene Gebiete zu vermeiden, und betont die Eigenverantwortung der Bürger zur Unterstützung der Landwirtschaft. Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich wird weiterhin in engem Austausch mit den zuständigen Behörden stehen und über die Entwicklungen informieren.

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Aktuelle Situation und Kontext

Die Dringlichkeit von Schmuckenschlager's Appell wird durch die jüngsten Entwicklungen in Deutschland untermauert. Am 10. Januar 2025 wurde ein Fall von MKS bei Wasserbüffeln im Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg, bestätigt. Trotz umfangreicher Beprobungen wurden bislang keine weiteren Fälle registriert. MKS ist eine hochansteckende Virusinfektion, die nicht nur Klauentiere, sondern auch Zoo- und Wildtiere betreffen kann. Die Seuche ist weltweit verbreitet, jedoch von Menschen ungefährlich.

In Brandenburg wurden Maßnahmen ergriffen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Dazu gehören die Einrichtung von Sperrzonen, in denen der Transport von Tieren und deren Erzeugnisse verboten ist. Ein "Stand Still" wurde angeordnet, der bis Mitte Januar 2025 in Brandenburg und Berlin galt. Während der Grünen Woche, die vom 17. bis 26. Januar 2025 stattfand, wurden keine Klauentiere ausgestellt, um ein höheres Infektionsrisiko zu vermeiden.

Die Zusammenarbeit der Bundesländer zur Tierseuchenbekämpfung wird durch Beratungen der Bund-Länder Task Force Tierseuchenbekämpfung unterstützt. Am 15. Januar 2025 fand eine Sondersitzung des zuständigen Ausschusses im Bundestag statt, während die EU-Kommission am 11. Februar 2025 das weitere Vorgehen bezüglich der tiergesundheitlichen Sperrzonen festlegte. Deutschland konnte am 12. März 2025 den Status "MKS-frei ohne Impfung" für den Großteil des Landes wiederherstellen, jedoch bleibt der Status für die "Containment Zone" bis zum 11. April 2025 ausgesetzt.

Zusammenfassend ist die Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche von entscheidender Bedeutung. Die Entwicklung in den letzten Monaten zeigt, wie schnell sich die Lage ändern kann und wie wichtig präventive Maßnahmen sind. Die Landwirte sowie die Bevölkerung sind aufgerufen, wachsam zu sein und gemeinsam zu handeln, um die Verbreitung der Seuche zu verhindern. Weitere Informationen zu MKS und den aktuellen Entwicklungen finden Sie auf BMEL.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Umwelt
In welchen Regionen?
Österreich, Märkisch-Oderland, Brandenburg, Berlin
Genauer Ort bekannt?
Märkisch-Oderland, Brandenburg, Deutschland
Beste Referenz
ots.at

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