Die Gruppe Sofortmaßnahmen hat am 15. April 2026 eine umfassende Kontrolle gegen die illegale Herstellung und den Handel mit Shisha-Tabak durchgeführt und dabei beeindruckende Ergebnisse erzielt. In Zusammenarbeit mit dem Marktamt (MA 59), dem AMS, dem Zollamt Österreich und der Wiener Polizei wurde festgestellt, dass in zwei Lokalen in Ottakring und Rudolfsheim-Fünfhaus professionelle Strukturen zur Eigenherstellung von Shisha-Tabak existierten. Insgesamt wurden 80 Kilogramm illegal gemischter und verpackter Tabak sichergestellt sowie große Mengen Molasse und Verpackungsmaterial.
Besonders alarmierend war die Entdeckung von zwei Propangasflaschen im Kellerbereich eines der betroffenen Lokale. Deren offene Ventile führten zu Gasausströmungen und stellten eine erhebliche Gefährdung für die Einsatzkräfte, Gäste und Anwohner dar. Walter Hillerer, der Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, äußerte sich besorgt über die Gefahren, die von solchen illegalen Produktionsstätten ausgehen, und kündigte weitere Maßnahmen zur Bekämpfung des Problems an. Darüber hinaus stehen auch Anzeigen wegen Verstößen gegen die Gewerbeordnung und mögliche Schwarzarbeit im Raum.
Schärfere Kontrollen gegen illegale Tätigkeit
Angesichts dieser Entwicklungen, die in Wien stattfanden, ist die Problematik des illegalen Handels mit Shisha-Tabak nicht isoliert. Ein aktueller Fall in Deutschland zeigt, dass auch hier umfangreiche Maßnahmen ergriffen wurden. Am 22. Februar 2024 entdeckten Frankfurter Zollfahnder zwei illegale Produktionsstätten in Koblenz und Ludwigshafen. Dabei wurden rund 2.250 Kilogramm unversteuerter Wasserpfeifentabak sowie 9.850 unversteuerte Zigaretten sichergestellt. Die Ermittlungen führten zur Aufdeckung von banden- und gewerbsmäßiger Steuerhinterziehung, wobei ein geschätzter Steuerschaden von 680.000 Euro entstanden ist.
Die durchgeführten Razzien und die Sicherstellungen belegen, dass es sich hierbei um ein weitreichendes Problem handelt, das sowohl Österreich als auch Deutschland betrifft. In beiden Ländern stehen die verantwortlichen Behörden vor der Herausforderung, der illegalen Tabakproduktion und dem damit verbundenen Steuerbetrug wirksam entgegenzuwirken. Während in Wien lokale Maßnahmen ergriffen werden, zeigen die Aktionen des Zolls in Deutschland, dass ein koordinierter Ansatz notwendig ist, um die illegalen Strukturen nachhaltig zu schwächen.
Der kontinuierliche Austausch von Informationen und die verstärkte Zusammenarbeit der Behörden sind entscheidend. Dabei wird auch auf die Risiken für die öffentliche Sicherheit hingewiesen, die durch solche illegalen Betriebe entstehen können, da sie oft unter unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen operieren.
Die Berichterstattung von Wien.gv.at und die ergänzenden Informationen von ORF Wien sowie Zoll.de verdeutlichen die Dringlichkeit und Notwendigkeit weiterer Maßnahmen zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Tabakprodukten.