
Am 4. April 2025 fand die konstituierende Sitzung der Vollversammlung der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer (NÖ LK) statt, bei der Johannes Schmuckenschlager zum dritten Mal als Präsident wiedergewählt wurde. Dies ist ein bedeutender Schritt für die Interessenvertretung der Landwirtschaft in Österreich, die nach der Wahl am 9. März 2025 nun in neuer Besetzung agiert. Gemeinsam mit den neu bestätigten Vizepräsidenten Andrea Wagner und Lorenz Mayr wird Schmuckenschlager die Kammer in die kommende Amtsperiode führen. NÖ.gv.at berichtet, dass Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die feierliche Angelobung vornahm und Schmuckenschlager als „Interessenvertreter mit Leib und Seele“ würdigte.
In ihrer Ansprache betonte Mikl-Leitner die Notwendigkeit einer produktiven Zusammenarbeit zwischen Politik, Interessenvertretungen, Gesellschaft, Handel und Industrie. Sie hob hervor, dass Klimaschutz nicht ideologisch gestaltet werden sollte und forderte eine Balance zwischen Ökologie und Ökonomie. Ein Ziel, das sie auch in Hinblick auf kräftige Maßnahmen zur Reduktion von Bürokratie, einer Steigerung der Produktion, Selbstversorgung und leistbaren Energiepreisen formulierte.
Herausforderungen der Landwirtschaft
Kammerpräsident Schmuckenschlager selbst äußerte sich erfreut über die hohe Wahlbeteiligung und das Vertrauen der Bäuerinnen und Bauern. Dabei kündigte er an, dass die Kammer sich aktiv auf die Herausforderungen der kommenden Jahre konzentrieren werde. Schmuckenschlager sprach auch die notwendige pro-österreichische Marktausrichtung sowie die Forderung nach einer transparenten Herkunftskennzeichnung an. Hierbei wurde auch auf die aktuellen Bedrohungen durch die Maul- und Klauenseuche hingewiesen, die insbesondere in Ungarn und der Slowakei nachgewiesen wurden. Die Landwirtschaftskammer fordert daher umgehende Schutzmaßnahmen vom Gesundheitsministerium, um gerechten Schutz für die Tierhaltung in Österreich zu gewährleisten.
Stephan Pernkopf, der stellvertretende Landeshauptmann, unterstrich die Rolle der Landwirtschaftskammer als starke Stimme der Bäuerinnen und Bauern und forderte mehr Landwirtschaft und weniger Bürokratie. Seine Aussagen verdeutlichen die Bedeutung der Kammer in einem sich ständig verändernden agrarischen Umfeld.
Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft
Ein zentraler Aspekt, der auch im Kontext des Klimaschutzes zur Sprache kam, ist die Emissionsverantwortung der Landwirtschaft. In Österreich verantworten die Sektoren Energie und Verkehr über 70 % der klimarelevanten Gase, während die Landwirtschaft etwa 11 % zu den Treibhausgasemissionen beiträgt. Hauptverursacher sind die Verdauung der Nutztiere, Düngung landwirtschaftlicher Böden und der Energieeinsatz in der Landwirtschaft. Diese Themen werden durch die verstärkte Zusammenarbeit in der Landwirtschaftskammer auch in den Fokus gerückt, um Lösungen zu entwickeln und eine nachhaltige Agrarwirtschaft zu fördern, wie die LK Österreich betont.
Abschließend kann festgehalten werden, dass die Wiederwahl von Johannes Schmuckenschlager sowohl Kontinuität als auch einen klaren Fokus auf die Herausforderungen der Zukunft sichert. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein für die Entwicklung einer nachhaltigen und starken Landwirtschaft in Österreich.
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