Ein schwerer Vorfall ereignete sich am Dienstag, als ein 78-jähriger Schneeschuhwanderer in Oberösterreich auf dem Feuerkogel gerettet werden musste. Der Mann war auf einer Wanderung von der Bergstation der Feuerkogel-Seilbahn zur Riederhütte unterwegs. Während des Rückwegs verlor er seine Kräfte und konnte aufgrund mangelhafter Netzabdeckung keinen Notruf absetzen. Stattdessen versuchte er, über eine Textnachricht Hilfe zu rufen, die jedoch verzögert bei seinen Angehörigen ankam. Erst knapp zwei Stunden nach seinem Hilferuf alarmierte man die Bergrettung. Um 19:45 Uhr wurde der Mann schließlich in einer Höhe von etwa 1.600 Metern im freien Gelände gefunden und per Seilwinde zu einem Einsatzhelikopter gebracht, der ihn ins Salzkammergut Klinikum Bad Ischl flog, wie kleinezeitung.at berichtet.
In Notsituationen ist die korrekte Durchführung von Erste Hilfe von entscheidender Bedeutung. Experten betonen regelmäßig die Notwendigkeit, die Grundlagen der Ersten Hilfe zu wiederholen und sich mit den spezifischen Notrufnummern vertraut zu machen. In Österreich ist die Notrufnummer für alpine Notfälle die 140, während die allgemeine Notrufnummer 112 lautet. Stephan Wagner, Bereitschaftsleiter der Bergwacht Oberammergau, hebt hervor, dass strukturierte Handlungen in Stresssituationen unerlässlich sind. Erste Hilfe beginnt mit der Beurteilung der Situation und der Beantwortung von W-Fragen zu Ort, Anlass und Verletzungen, informiert alpin.de.
Die Bedeutung von Notruf und Erster Hilfe
Ein korrekt abgesetzter Notruf kann entscheidend für die Rettung von Personen sein. Bergrettungsteams sind oft nur dann alarmiert, wenn der Verletzte nicht mit einem normalen Rettungsdienst erreicht werden kann. Dies verlangt von den Ersthelfer*innen eine klare Übermittlung von Informationen. Wichtig ist, dass die Ortungsdienste der Smartphones aktiviert sind, sodass die Standortdaten übermittelt werden können. Bei einem Notruf sollten die Angehörigen oder Melder außerdem erreichbar bleiben und unnötigen Telefonate vermeiden, um Ressourcen der Rettungsdienste nicht unnötig zu blockieren.
Die Vorbereitung auf potenzielle Notfälle kann durch Erste-Hilfe-Kurse und das Mitführen eines gut ausgestatteten Erste-Hilfe-Sets erfolgen. Gemäß den Empfehlungen des Deutschen Alpenvereins sollte jeder Rucksack mit einer Grundausstattung versehen sein. Diese umfasst unter anderem Wundschnellverbände, elastische Binden und eine Rettungsdecke. Regelmäßige Auffrischungskurse für Erste Hilfe sind ebenfalls ratsam, um Fähigkeiten zu erhalten und das eigene Handeln in Notfällen zu optimieren, wie alpenverein.de betont.
Die Analyse des Vorfalls am Feuerkogel verdeutlicht nicht nur die Gefahren beim Wandern in alpinem Gelände, sondern auch die Notwendigkeit, auf solche Situationen vorbereitet zu sein. Erste Hilfe ist nicht nur eine eigene Verantwortung, sondern kann in kritischen Situationen über Leben und Tod entscheiden.