Am 18. Jänner 2026 ereignete sich im Bregenzerwald, genauer gesagt in Bezau im Bezirk Bregenz, ein schwerer Unfall während einer Schitour. Eine deutsche Schitourengeherin hatte während der Abfahrt einen Sturz erlitten. Die Umstände waren tückisch: Bei geringer Geschwindigkeit und rund 10 cm Sulzschnee fiel sie unglücklich auf ihre Hand und erlitt eine schmerzhafte Verletzung. Ihre sieben Begleiter alarmierten umgehend die Einsatzkräfte.

Die Einsatzkräfte reagierten schnell auf den Notruf. Zunächst wurde ein Rettungshubschrauber angefordert, um die Verletzte zu bergen. Diese Bemühungen erwiesen sich jedoch als herausfordernd, da die wetterlichen Bedingungen eine Landung des Hubschraubers verhinderten. Häufig schildern solche Einsätze die Schwierigkeiten, die Bergretter aufgrund der oft wechselhaften Wetterverhältnisse bewältigen müssen, eine Problematik, die in der alpinen Rettung zunehmend auftritt,wie Deutschlandfunk berichtet.

Ablauf der Rettungsaktion

Erst nachdem ein leistungsstärkerer Hubschrauber angefordert wurde, und trotz diverser Herausforderungen, wurde ein Notarzt zur verletzten Schitourengeherin abgesetzt. Aufgrund der schlechten Sichtbedingungen war der Rettungsversuch jedoch erneut gefährdet. Elf Bergretter wurden schließlich abgesetzt und machten sich mit der erforderlichen Ausrüstung auf den Weg zur Verletzten. Nach etwa drei Stunden erreichten sie die Frau, leisteten vor Ort Erste Hilfe und bereiteten sie für den Transport vor.

Im Verlauf der Rettungsaktion wurde die Verletzte mittels eines Rettungsschlittens ins Tal gebracht. Der Notarzt begleitete die Bergrettung und stieg mit Schneeschuhen zu Fuß ab. Um den Transport der Verletzten zu optimieren, wurde der Uferweg am Silvretta-Stausee für Rettungsfahrzeuge vorbereitet. Letztlich wurde die Schitourengeherin mit Verdacht auf eine Unterschenkelfraktur ins Krankenhaus in Bludenz überführt. Die Rettungsaktion endete nach einem langen Tag kurz nach Mitternacht.

Wichtige Hinweise für Schitourengeher

Die Polizei weist darauf hin, dass selbst unter moderaten Bedingungen Unfälle auftreten können. Insbesondere Sulzschnee kann das Gleichgewicht stören und die Sturzgefahr erhöhen. Jährlich sind im alpinen Raum zahlreiche Bergrettungseinsätze erforderlich. Zwischen Mai und September 2024 führten Bergretter in Österreich 3.674 Einsätze durch, was zeigt, dass das Risiko in den Bergen aufgrund verschiedener Faktoren wie Wetter und mangelnder Erfahrung hoch ist. Die steigenden Zahlen deutet auch darauf hin, dass Bergsportler sich den Herausforderungen oft nicht gewachsen fühlen und die Bergrettung in Anspruch nehmen müssen.

Der Klimawandel trägt ebenfalls zur Gefährdung in den Alpen bei. Schleichende Veränderungen in der Natur führen zu immer mehr Steinschlägen und unberechenbaren Bedingungen, was die Arbeit der Bergretter zusätzlich erschwert. Laut Alpin ist es wichtig, dass Bergsportler sich auf solche Situationen vorbereiten und sich der Risiken bewusst sind, wenn sie in die Berge aufbrechen.

Diese Vorfälle zeigen die unberechenbaren Elemente des Bergsports auf, und dass selbst erfahrene Schitourengeher nicht vor Verletzungen gefeit sind.