
In einer überraschenden Wendung hat Alexander Schallenberg, der interimistische Bundeskanzler und Außenminister, angekündigt, dass er der kommenden österreichischen Bundesregierung nicht mehr angehören wird. Nach fast sechs Jahren im Regierungsdienst erklärt Schallenberg, dass die Zeit für eine Veränderung reif sei. „Es war und ist die größte Ehre meines Lebens, für die Menschen in Österreich zu arbeiten“, äußerte der Politiker, der seit Jahresbeginn über seinen Entschluss nachgedacht hat. Bereits Anfang der Woche informierte er ÖVP-Chef Christian Stocker über seine Entscheidung, wie die Kleine Zeitung berichtete.
Schallenbergs Abschied und mögliche Folgen
Besonders hervorzuheben ist, dass Schallenberg angekündigt hat, unter keiner Regierung mit den Freiheitlichen zu sitzen, was seine politische Position in künftigen Koalitionsverhandlungen betreffen könnte. Experten deuten seinen Rückzug als Indiz dafür, dass das Außenministerium in der nächsten Regierung möglicherweise den NEOS zufallen könnte, neben dem Bildungsressort. Schallenberg war seit 1997 in verschiedenen Funktionen im Außenministerium tätig, zuletzt auch als Pressesprecher und als Minister in der Übergangsregierung nach dem Rücktritt von Sebastian Kurz. In seiner Abschlussbotschaft betonte er die Dankbarkeit für die Zeit im Dienst der Republik, wie auch Die Presse feststellte.
Sein Versprechen, nicht in einer Koalition mit den Freiheitlichen zu arbeiten, könnte weitreichende Folgen für die zukünftige Regierung haben, insbesondere in Hinblick auf die Zusammensetzung der Ministerien. Schallenberg selbst hat die Möglichkeit weitere Kooperationen im Politischen nicht verworfen, sodass der Weg für neue Partnerschaften in der politischen Landschaft Österreichs offen bleibt.
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