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Ein sensationelles Bauprojekt sorgt in Salzburg für Aufsehen: Der Milliardär Wolfgang Porsche plant einen 500 Meter langen Tunnel, der von der Tiefgaragenausfahrt Linzergasse durch den Kapuzinerberg zur ehemaligen Stefan-Zweig-Villa führen soll. Laut aktuellem Bericht von ORF Salzburg wird dieser Tunnel nicht nur für den persönlichen Gebrauch von Porsche, sondern auf städtischem Grund errichtet, was zu erheblichen Fragen über die Genehmigungen und bisherigen Vereinbarungen führt.
Der Vertrag wurde unter dem ehemaligen Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) abgeschlossen, mit einer einmaligen Zahlung von 40.000 Euro. Ursprünglich ging man davon aus, dass sich Porsche lediglich das Recht für eine Einfahrt auf städtischem Grund erkauft hatte, jedoch stellt sich nun heraus, dass diese Zahlung auch die Berechtigung für den kompletten Tunnelbau auf etwa 1.500 Quadratmetern Stadtgrund beinhaltet. Die grüne Klubobfrau Ingeborg Haller äußerte Bedenken: „Wir haben den Tunnel, wir haben aber auch rund 300 Quadratmeter für eine Privatgarage für zehn bis zwölf Pkw. Da reden wir – glaube ich schon – von ganz anderen Dimensionen,” so ihre kritische Einschätzung.
Genehmigungen und rechtliche Fragen
Für den Bau der Tiefgarage ist zudem eine Zustimmung des Gemeinderates erforderlich, da das Gebiet als Grünland und Landschaftsschutzgebiet klassifiziert ist. Wie Der Spiegel berichtet, wurde der Flächenwidmungsplan noch nicht angepasst, was für die Realisierung des Projektes eine Herausforderung darstellt. Kritiker, darunter auch die grüne Planungs- und Verkehrsstadträtin Anna Schiester, fordern eine Neubewertung der Nutzungsrechte und der Vertragsmodalitäten. Das Erfordernis einer unabhängigen Bewertung der Dienstbarkeit steht nun im Raum. „Die Stadt habe auch nie per eigenem Gutachten prüfen lassen, wie viel sie für die Nutzungsrechte des städtischen Grundes verlangen kann,” hieß es in einer Stellungnahme.
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