Rücktrittschaos bei der BBC: Manipulationsvorwürfe gegen Trump-Dokumentation
Tim Davie und Deborah Turness treten nach Manipulationsvorwürfen gegen die BBC zurück. Der Rücktritt erfolgt im Kontext der Berichterstattung über Trump.

Rücktrittschaos bei der BBC: Manipulationsvorwürfe gegen Trump-Dokumentation
Am 9. November 2025 trat Tim Davie, der Generaldirektor der BBC, von seinem Posten zurück. Dies geschah gleichzeitig mit dem Rücktritt von Deborah Turness, der Nachrichtenchefin der BBC. Beide Rücktritte ergaben sich aus schwerwiegenden Manipulationsvorwürfen bezüglich einer Rede des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Die Vorwürfe besagen, dass die BBC Teile von Trumps Rede im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol irreführend zusammengeschnitten hat, was zu einem massiven Vertrauensverlust in die Berichterstattung der Rundfunkanstalt geführt hat.
Davie und Turness kündigten ihre Rücktritte kurz vor einem geplanten Auftritt von BBC-Chef Samir Shah in einem Parlamentsausschuss an. Dies weckt zusätzliche Spekulationen über die internen Spannungen innerhalb der BBC. Kulturministerin Lisa Nandy beschrieb die Vorwürfe als „äußerst schwerwiegend“ und äußerte Bedenken über eine mögliche systemische Voreingenommenheit in der Berichterstattung der BBC. Dies könnte auf tiefere Probleme innerhalb der Organisation hinweisen, die möglicherweise eine umfassende Reform erfordern.
Hintergründe zu den Vorwürfen
In der umstrittenen Dokumentation „Trump: A Second Chance?“, die eine Woche vor der US-Präsidentenwahl am 5. November 2024 ausgestrahlt wurde, war der bearbeitete Eindruck erweckt worden, dass Trump seine Anhänger direkt zum Sturm auf das Kapitol aufgerufen habe. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass Trump im Jahr 2023 wegen seiner Rolle bei der Kapitol-Erstürmung angeklagt wurde. Das Verfahren wurde jedoch nach seinem Wahlsieg 2024 eingestellt.
Medienberichte lassen darauf schließen, dass die BBC möglicherweise eine Entschuldigung für die Berichterstattung in Betracht zieht. Die Vorwürfe und die darauf folgenden Rücktritte könnten einen längeren Nachhall in der britischen Medienlandschaft haben und das öffentliche Vertrauen in die BBC nachhaltig beeinflussen.
Weitere Informationen zu den jüngsten Entwicklungen in der Medienberichterstattung und den aufgetretenen Skandalen finden Sie auf der Webseite von Fidelity.