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Am Neujahrstag kam es in Kirchberg ob der Donau zu einem empörenden Vorfall, der die Einwohner erschüttert. Ein sechsjähriges Mädchen wurde von einem Rottweiler angegriffen, während sie durch die Siedlung ging. Der Hund, namens "Ernie", war während eines Trainings mit der zehnjährigen Tochter seines Besitzers auf einmal entflohen und näherte sich dem Mädchen, das einen Mantel mit Pelzkragen trug. Er schnappte sich das Kind und verbiss sich in deren Oberarm, Schulter und Oberschenkel, was zu schweren Verletzungen führte. Bei dem Versuch, den Hund zurückzuhalten, wurde auch die ältere Mädchen leicht verletzt, wie heute.at berichtete.
Das schwer verletzte Mädchen wurde umgehend von einem Notarzt versorgt und mit einem Rettungshubschrauber ins Kepler Klinikum nach Linz gebracht. Nun liegt der Fall bei der Bezirkshauptmannschaft, die über das Schicksal des Hundes entscheiden muss. Bei einem schweren Vorfall wie diesem gibt das Gesetz klar vor, dass, wenn von einem Hund eine Gefahr ausgeht, eine Einordnung als gefährlich möglich ist, was im Extremfall sogar zu einer Einschläferung führen kann, wie auch puls24.at betont. Der Besitzer des Rottweilers wurde bereits befragt; er darf das Tier nicht verkaufen oder abgeben, es muss für die Behörden zugänglich bleiben.
Ermittlungen laufen
Die Polizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen. Dieser Vorfall erinnert an einen ähnlichen Zwischenfall vor etwa zehn Jahren, als ein Rottweiler zwei Kinder schwer verletzte. Der Vorfall in Kirchberg weckt auch Erinnerungen an die blutige Attacke durch einen American Staffordshire Terrier im Herbst 2023, die eine heftige Diskussion über die Vorschriften zur Hundehaltung auslöste. Die aktuellen Geschehnisse verdeutlichen die Dringlichkeit hinsichtlich strengerer Regelungen zum Schutz von Kindern und zur verantwortungsvollen Tierhaltung in Österreich.
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