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Im Fall der zahmen Wildsau Rillette gibt es erfreuliche Neuigkeiten. Ein französisches Verwaltungsgericht in Châlons-en-Champagne hat am Donnerstag entschieden, dass das Tier vorläufig bei seiner Besitzerin Élodie Cappé bleiben darf. Der 100 Kilogramm schwere Frischling, der im April 2023 zu Cappé kam, wird von ihr liebevoll in einem Gehege auf ihrem Reitstall-Gelände gehalten. Diese Entscheidung kommt, nachdem die Behörden ursprünglich angeordnet hatten, das Wildschwein entweder in ein spezialisiertes Tierheim zu bringen oder einzuschläfern, was landesweit für Empörung sorgte, wie 20 Minuten berichtete.
Cappé, die sich seit der Aufnahme der Wildsau um diese kümmert, hatte mehrmals vergeblich versucht, die erforderlichen Papiere für Rillette zu beschaffen. Die aktuellen Auflagen, die erfüllt werden müssen, beinhalten regelmäßige tierärztliche Kontrollen und ein Kontaktverbot zu anderen Schweinen. Der Präfekt des Départements Aube hatte zudem einen Aufschub befohlen, nachdem prominente Persönlichkeiten, darunter Tierschützerin Brigitte Bardot, öffentlich für die Rettung der Sau plädiert hatten. Dies führte zu einem beeindruckenden Solidaritätsmarsch, bei dem etwa 500 Menschen für Rillette demonstrierten, wie vienna.at berichtete.
Die Entscheidung des Gerichts gibt der Besitzerin und den Unterstützern Hoffnung, dass Rillette möglicherweise dauerhaft bei ihr bleiben kann. Der Fall soll in einem Monat erneut evaluiert werden, wodurch die für die Wildsau eingeführten strengen Auflagen fortbestehen, während die Rechtssituation weiterhin unklar bleibt.
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