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Reinigungskraft in Salzburg: 19 Stunden täglich – Skandalöse Arbeitsverhältnisse!

In Salzburg sorgt der Fall einer ungarischen Reinigungskraft für Aufsehen, die unter extremen Arbeitsbedingungen litt. Laut einem Bericht von 5min musste die Betroffene bis zu 19 Stunden pro Tag arbeiten, was als gravierende Ausbeutung gilt. Ihre Arbeitszeit war so organisiert, dass sie 14 Tage Arbeit und 14 Tage frei hatte, doch die massiven Überstunden führten zu einem Schuldenberg an nicht ausbezahlten Löhnen.

Nach intensiven Verhandlungen und mit Unterstützung der Arbeiterkammer (AK) erhielt die Reinigungskraft eine Nachzahlung von 12.000 Euro. Dieser Fall ist symptomatisch für die Probleme im österreichischen Arbeitsmarkt: Im vergangenen Jahr wurden österreichweit über 40 Millionen Überstunden nicht vergütet oder in Zeitausgleich umgewandelt, wobei allein in Salzburg 2,5 Millionen Überstunden angehäuft wurden. Diese summieren sich auf unglaubliche 136 Millionen Euro.

Alarmierende Zahlen und Reaktionen

AK-Präsident Peter Eder äußerte sich besorgt über die Verhältnisse und bezeichnete die Situation als „Lohnraub auf Kosten der Arbeitnehmer“. Der Druck wächst auf die Regierung, Maßnahmen zu ergreifen, um den Verlust an Lohnsteuern und Sozialbeiträgen zu verhindern. Dies hat weitreichende Konsequenzen für die gesamte Gesellschaft, insbesondere für die soziale Absicherung der Betroffenen.

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Der Fall der Reinigungskraft verdeutlicht auch die Herausforderungen, mit denen viele Arbeitnehmer in Österreich konfrontiert sind. Ein Beispiel einer Kellnerin zeigt die Dringlichkeit des Themas: Nach ihrer Kündigung bekam sie 147 offene Überstunden nicht ausbezahlt. Mit Hilfe der AK gelang es ihr, eine Einigung über 5.500 Euro zu erzielen.

Unterstützung durch die Arbeiterkammer

Die Arbeiterkammer bietet umfassende Beratungsleistungen für Arbeitnehmer:innen an, insbesondere in Arbeitsrechtsfragen. Informationen zu Themen wie Kündigung, Arbeitszeit und Entlohnung sind dort abrufbar. Durch verschiedene Programme und Unterstützungsmöglichkeiten sollen Beschäftigte in ihrer Rechte gestärkt werden. Wichtige Themen umfassen die Dokumentation von Arbeitszeiten, das Wissen über richtige Arbeitsverträge sowie die Ansprüche auf Abfertigung und Pensionsregelungen. Weitere Informationen sind auf der Webseite der AK verfügbar: arbeiterkammer.at.

Der Vorfall in Salzburg ist eine Mahnung, die Arbeitsbedingungen für viele Betroffene zu verbessern und steht exemplarisch für die Notwendigkeit, die Rechte von Arbeitnehmer:innen in Österreich zu schützen. Die aktuelle Situation zeigt, dass noch viel zu tun ist, um eine faire und gerechte Arbeitswelt zu gewährleisten.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Lohnraub
In welchen Regionen?
Salzburg
Genauer Ort bekannt?
Salzburg, Österreich
Sachschaden
12000 € Schaden
Ursache
Ausbeutung
Beste Referenz
5min.at

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