In Österreich sorgt die steigende Zahl an rasenden Fahrzeugen für zunehmende Besorgnis. Bis heute sind bereits 438 Autos aufgrund gravierender Geschwindigkeitsüberschreitungen vorläufig beschlagnahmt worden. Davon wurden die meisten Fahrzeuge in Niederösterreich beschlagnahmt, wo 109 Raser-Autos aus dem Verkehr gezogen wurden. Im Gegensatz dazu verhängt Salzburg mit nur 17 Beschlagnahmungen die geringste Anzahl. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Kampfes gegen Geschwindigkeitsüberschreitungen auf den Straßen des Landes.
Die Statistiken verdeutlichen, dass die Anzahl der vorläufigen Beschlagnahmungen von Fahrzeugen in den letzten Jahren zugenommen hat. Im Durchschnitt wurden im Jahr 2025 etwa 22 Fälle pro Monat dokumentiert, was einen Anstieg im Vergleich zu den 17 Fällen im Jahr 2024 darstellt, wie die Kleine Zeitung berichtet. Darüber hinaus wird derzeit vom Verfassungsgerichtshof die Verfassungsmäßigkeit der Regelungen zur Fahrzeugbeschlagnahmung geprüft.
Regulatorische Maßnahmen und ihre Auswirkungen
Fahrer, die innerorts mehr als 60 km/h und außerorts mehr als 70 km/h zu schnell fahren, riskieren die Konfiszierung ihres Fahrzeugs. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) schätzt, dass nur ein sehr kleiner Teil der beschlagnahmten Fahrzeuge tatsächlich versteigert wird. Trotzdem bleibt zu beachten, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Behörden einen großen Ermessensspielraum bieten, was die Anwendung der Strafen betrifft. Kritik wird auch laut über die fehlende bundesweite einheitliche Regelung für Bußgelder, wodurch die Strafen für Raser uneinheitlich ausfallen können.
Mit über 22 Millionen durchgeführten Geschwindigkeitsmessungen im Jahr 2025 und rund 6 Millionen Geschwindigkeitsüberschreitungen, dokumentiert in 2023, hat Österreich klare actioniert. Zahlreiche Radargeräte und Lasermessungen kommen zur Überwachung zum Einsatz, darunter 380 stationäre und mobile Radargeräte. Im Gegensatz dazu sank die Anzahl der Anzeigen wegen Alkohol am Steuer auf 30.683 im Jahr 2023, während die Anzeigen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss deutlich anstiegen.
Unfallstatistiken und Absicherung der Verkehrssicherheit
Daten zeigen, dass zwischen 2022 und 2024 im Schnitt 96 Menschen jährlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit ums Leben kamen. Die Zahl der Verletzten liegt jährlich bei über 6.000. Dies verdeutlicht die Dringlichkeit, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Insbesondere in 30er-Zonen war der Anteil zu schneller Fahrzeuge alarmierend, mit 66 Prozent der Pkw, die über dem erlaubten Limit fuhren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die österreichischen Behörden bestrebt sind, den zunehmenden Problemen durch Raser und Geschwindigkeitsüberschreitungen mit umfassenden Kontrollen und strengen gesetzlichen Regelungen zu begegnen. Trotz der ernsthaften Sicherheitsbedenken gibt es in der Umsetzung noch Herausforderungen, die darum bitten, dass eine Lösung gefunden wird, um die Verkehrssicherheit weiter zu gewährleisten. ORF und BMI betonen die Wichtigkeit eines effektiven Handelns gegen Verkehrsdelikte, um die Straßen sicherer zu machen.