Der Basketball-Klub Radenthein strebt nach dem Aufstieg in die 2. Liga und hat dafür bereits um die entsprechende Lizenz angesucht. Der Verein, der 1969 und 1970 die Staatsliga-Vizemeisterschaft errang, verfolgt das Ziel eines Comebacks in der 2. Liga, nachdem er in der Vergangenheit auch im Europacup vertreten war. Diese Ambition symbolisiert den Wunsch nach einer Rückkehr zu den früheren Erfolgen und einer stärkeren Präsenz im österreichischen Basketball.
Basketball hat in Österreich eine lange Geschichte. Wettbewerbe werden seit 1936 ausgetragen und der Österreichische Basketballverband (ÖBV) wurde 1948 gegründet. Er trat der FIBA bei, die ihm Zugang zu internationalen Basketballstrukturen ermöglichte. Seit Oktober 2002 ist der ÖBV zudem Mitglied der ULEB, die 16 Profiligen umfasst. Die Basketball-Bundesliga, die 1946/47 eingeführt wurde, hat sich seit 1998 als eigener Verein etabliert und wird seit der Saison 2008/09 als Admiral Basketball Bundesliga (ABL) bezeichnet.
Aktuelle Situation der Liga
Aktuell nehmen neun Teams an der ABL teil, darunter die etablierte Mannschaft UBSC Graz und die Kapfenberg Bulls, die über die letzten Jahre hinweg die Liga dominiert haben. In der Liste der teilnehmenden Teams sind auch die Panthers Fürstenfeld sowie Vereinsvertreter aus Oberösterreich, Niederösterreich, Burgenland und Wien gelistet:
| Bundesland | Teams |
|---|---|
| Steiermark | UBSC Graz, Kapfenberg Bulls, Panthers Fürstenfeld |
| Oberösterreich | Gmunden, WBC Wels |
| Niederösterreich | Dukes Klosterneuburg, Traiskirchen Lions |
| Burgenland | Oberwart Gunners |
| Wien | BC Vienna |
Die Menge an Teams verdeutlicht die Breite des Basketballs in Österreich, auch wenn er oft als Randsportart ohne nennenswerte internationale Erfolge wahrgenommen wird. So hat sich das österreichische Herren-Nationalteam bisher nie für Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele qualifiziert. Die letzte Teilnahme an einer Basketball-Europameisterschaft datiert zurück ins Jahr 1977, und österreichische Mannschaften sind in der EuroLeague sowie im EuroCup aufgrund der relativ geringen Spielstärke nicht vertreten.
Die Herausforderungen des österreichischen Basketballs
Trotz der Herausforderungen hat Basketball in Österreich auch Erfolge gefeiert. Besonders die Swans Gmunden erzielten in der Saison 2007/08 mit dem dritten Platz in der EuroCup-Gruppe einen bemerkenswerten Erfolg. Auch die Güssing Knights erreichten 2014/15 die Zwischenrunde der EuroChallenge. Der Sport hat jedoch Schwierigkeiten, in den österreichischen Medien ausreichend Beachtung zu finden.
Die Bemühungen von Radenthein, sich in der Basketballlandschaft zu etablieren und neue Erfolge einzufahren, reflektieren nicht nur einen lokalen Wunsch, sondern auch den anhaltenden Kampf um Anerkennung und Unterstützung für den Basketball im gesamten Land. Dies ist besonders relevant, da die Sportart einfach mehr Sichtbarkeit braucht, um den bestehenden Clubs und Talenten eine realistische Perspektive auf den internationalen Wettbewerb zu bieten. Die Hoffnung von Radenthein könnte somit auch als Symbol für eine Veränderung im österreichischen Basketball wahrgenommen werden.
Zusammenfassend bleibt abzuwarten, wie sich die Lizenzvergabe für Radenthein entwickeln wird und ob das Team tatsächlich in der Lage sein wird, sich in der 2. Liga zurechtzufinden, um der Geschichte des österreichischen Basketballs eine neue Wendung zu geben.
Weitere Informationen über den Basketball in Österreich finden Sie in den Berichten von Krone und auf Wikipedia.