Am 11. Februar 2026 findet der traditionsreiche Wiener Opernball statt, ein gesellschaftlicher Höhepunkt im Wiener Fasching, der jedes Jahr in der prächtigen Wiener Staatsoper ausgetragen wird. Beate Meinl-Reisinger, die Außenministerin von Österreich (NEOS), hat zu diesem Anlass die philippinische Außenministerin Maria Theresa Lazaro eingeladen. Diese Einladung ist besonders bemerkenswert, da sie im Kontext des 80-jährigen Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Österreich und den Philippinen steht. Die beiden Ministerinnen treffen sich bereits am Nachmittag mit Vertreterinnen der philippinischen Community im Außenministerium, um die freundschaftlichen Bande zu vertiefen.

Der Opernball hat sich über die Jahre hinweg zu einem bedeutenden Treffpunkt für Kulturschaffende, Unternehmer und Politiker entwickelt. Jedes Jahr versammeln sich etwa 5.150 Gäste im Ballsaal, während insgesamt rund 7.000 Personen, inklusive Mitwirkende und Beschäftigte, an diesem festlichen Abend anwesend sind. Der Ball wird durch eine feierliche Eröffnung von 180 Paaren eingeleitet, die im traditionellen Walzer zu „An der schönen blauen Donau“ tanzen.

Historische Bedeutung und Tradition

Die Einladung von Ministerin Lazaro lässt die Erinnerungen an den Besuch der damaligen philippinischen First Lady Imelda Marcos im Jahr 1979 aufleben. Imelda Marcos war die Mutter des derzeitigen Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. und wurde nach einem Volksaufstand 1986 gestürzt. Ihr Besuch war nicht nur ein gesellschaftliches Ereignis, sondern auch wirtschaftlich von Bedeutung, da währenddessen ein bilaterales Handelsabkommen unterzeichnet wurde. Marcos wurde vor allem durch ihre legendäre Schuhsammlung, die rund 3.000 Paar umfasste, bekannt.

Der Opernball ist mehr als nur ein gesellschaftliches Event; er hat sich zu einem Wirtschaftsfaktor für den österreichischen Tourismus entwickelt. Die Tradition des Balls lässt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen, mit Wurzeln, die bis zum Wiener Kongress von 1814-1815 reichen. Was heute als elegantes Event gilt, wurde 1935 von dem austrofaschistischen Regime ins Leben gerufen und hat seitdem zahlreiche Höhen und Tiefen durchlebt, darunter Absagen während des Zweiten Weltkriegs und der COVID-19-Pandemie.

Die Loge der Außenministerin

Ein weiteres Highlight des Abends wird die spezielle Loge von Beate Meinl-Reisinger sein, die als einziges Regierungsmitglied eine eigene Loge für 26.000 Euro angemietet hat. Neben Ministerin Lazaro wird sie dort von verschiedenen hochrangigen Gästen begleitet, darunter die albanische Außenministerin Elisa Spiropali, die philippinische Botschafterin sowie andere Kabinetts- und Protokollmitarbeiterinnen. Die Kosten für die Loge werden aus dem Repräsentationsbudget von Meinl-Reisinger gedeckt.

Der Landeshauptmann von Salzburg, Wilfried Haslauer (ÖVP), würdigte zudem den bedeutenden Beitrag, den philippinische Schülerinnen im Pflegebereich leisten. Dies unterstreicht die wertvollen und kulturellen Verbindungen zwischen beiden Nationen, die sich über Jahrzehnte entwickelt haben.

Insgesamt verspricht der Wiener Opernball 2026 ein unvergesslicher Abend zu werden, bei dem Tradition und Diplomatie aufeinandertreffen und die gemeinsamen Werte zwischen Österreich und den Philippinen gefeiert werden.