In Österreich ist die Zahl der Pflegegeldbezieher auf einen Rekordwert von 500.554 Personen gestiegen, wie Kosmo berichtet. Im Vergleich zum Mai 2023 bedeutet dies einen Anstieg um 10.841 Personen, was einem Zuwachs von 2,2 % entspricht. Auch im Vergleich zum April 2024 gab es einen Anstieg um 1.442 Personen (0,29 %).

Von den aktuellen Beziehern sind 306.541 Frauen (61,2 %) und 194.013 Männer (38,8 %). Diese Verteilung spiegelt die demografischen Gegebenheiten wider, da in der Regel Frauen aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung häufiger auf Pflege angewiesen sind.

Pflegestufen und Leistungen

Die Pflege wird in sieben Stufen eingeteilt, wobei die Einstufung nach dem zeitlichen Pflegebedarf erfolgt. Die Aufteilung der Bezieher nach Pflegestufen im April 2024 ist wie folgt:

Pflegestufe Prozentuale Verteilung
Stufe 1 29,1 %
Stufe 2 20,5 %
Stufe 3 18,8 %
Stufe 4 14,5 %
Stufe 5 11,2 %
Stufe 6 4,2 %
Stufe 7 1,7 %

Das Pflegegeld dient der Abgeltung pflegebedingter Mehraufwendungen und fördert sowohl familiäre als auch ambulante Pflege. Es wird in verschiedenen Stufen ausgezahlt, die den Pflegebedarf abdecken. Diese Stufen reichen von 200,80 Euro für Stufe 1 bis zu 2.156,60 Euro für Stufe 7, abhängig vom tatsächlichen Pflegeaufwand und der erforderlichen Betreuung.

Zukunftsperspektiven der Pflege

Laut Statista könnte die Anzahl der betreuten Personen in der professionellen Pflege in Österreich bis 2050 auf über 650.000 anwachsen. Diese Entwicklung könnte auch mit hohen Kostensteigerungen einhergehen, die auf bis zu 13,9 Milliarden Euro ansteigen könnten. Aktuell betragen die Einnahmen der Betreuungs- und Pflegedienste beinahe zwei Milliarden Euro jährlich, wobei der größte Teil von stationären Diensten generiert wird.

Die Betreuungslandschaft in Österreich gliedert sich in mehrere Bereiche: mobile Dienste, stationäre Einrichtungen, teilstationäre Einrichtungen, Kurzzeitpflege, alternative Wohnformen und Case- und Care-Management. Über 155.000 Menschen erhalten Unterstützung durch mobile Dienste, während rund 95.000 Personen in stationären Einrichtungen leben.

Die steigende Anzahl an Pflegebedürftigen und die damit verbundenen Herausforderungen erfordern eine gesamtgesellschaftliche Lösung und flexible Ansätze, um die richtige Pflege für alle Betroffenen zu gewährleisten und deren selbstbestimmtes Leben zu fördern.