
In den letzten Tagen haben sich die Spannungen zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah weiter verschärft, was zu einer alarmierenden Situation in den Vororten Beiruts führt. Am 28. März 2025 berichtete die Kleine Zeitung, dass Israel die Bewohner des Vororts Hadath dazu aufgerufen hat, ihre Häuser zu verlassen, während es Luftangriffe auf Ziele der Hisbollah angekündigt hat.
Ein ranghoher Vertreter der proiranischen Miliz bestritt jegliche Verantwortung für die jüngsten Angriffe auf Israel, die letztlich auch zu israelischen Rückschlägen führten. Die israelischen Streitkräfte gaben an, mehrere Raketen abgefangen zu haben, während andere auf libanesischem Boden landeten. Diese Angriffe resultieren aus den Eskalationen, die nach dem Inkrafttreten einer Waffenruhe im November 2024 zwischen den beiden Konfliktparteien wieder aufflammen.
Aktuelle Eskalationen
Sowohl Israel als auch die Hisbollah haben kürzlich beschleunigte Militäraktionen gezeigt. Am vergangenen Samstag hatte Israel erneut Raketen aus dem Libanon abgefangen und mehrere Dörfer im Süden des Libanon, einschließlich Tyros, angegriffen. Die Tagesschau berichtete, dass bei diesen Angriffen bislang mindestens fünf Menschen, darunter ein junges Mädchen, getötet und weitere elf verletzt wurden.
Die israelische Offensive wurde durch Artilleriefeuer und Luftangriffe unterstützt, woraufhin ein Sprecher des israelischen Militärs erklärte, dass Ziele im Südlibanon getroffen wurden. Diese Angriffe folgten auf Raketenbeschüsse, die die Hisbollah auf Israel verübt hatte, was zu intensiven Reaktionen der israelischen Führung führte. Verteidigungsminister Israel Katz stellte klar, dass solche Angriffe nicht toleriert werden.
Reaktionen in Libanon und internationaler Kontext
Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam hat die Armee seines Landes aufgefordert, Maßnahmen gegen solche Provokationen im Süden des Landes zu ergreifen. Er betonte zudem, dass nur der Staat über Krieg und Frieden entscheiden kann und forderte die UN auf, Druck auf Israel auszuüben, um dessen Truppenabzug aus dem Libanon zu forcieren. Die Tagesschau berichtete, dass UNIFIL (United Nations Interim Force in Lebanon) vor einer "extrem fragilen Situation" warnt und die Möglichkeit einer weiteren Eskalation der Gewalt betont.
Die Waffenruhe, die seit November 2024 zwischen Israel und der Hisbollah gelten sollte, hat sich als instabil erwiesen. Aussagen von Analysten und politischen Beobachtern deuten darauf hin, dass die Gefechte ohne die Erlaubnis der Hisbollah aus dem Südlibanon nicht stattfinden könnten. Dies wirft Fragen zur Kontrolle und Autorität innerhalb der Bewegung auf, die trotz ihrer angespannten Beziehung zu Israel weiterhin eine dominante Präsenz im Libanon hat.
Eine Rückkehr zu einem stabilen Frieden und die Rückkehr der evakuierten Bewohner in den Süden des Libanon stehen nun auf der Kippe, da Militäraktionen und politische Streitigkeiten die Hoffnung auf eine dauerhafte Lösung belasten. Während die Kämpfe fortdauern, bleibt die Situation in dieser Region sowohl für die betroffenen Zivilisten als auch für die internationalen Beobachter besorgniserregend.
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