Am 12. Februar 2026 haben OMV eMotion und Polestar eine strategische Kooperation im Bereich Elektromobilität und Ladeinfrastruktur in Österreich bekanntgegeben. Dies geschah im Rahmen der Veranstaltung „Charge Forward“, die im Polestar Space Wien stattfand. Rund 80 Gäste aus Medien, Wirtschaft und der Mobilitätsbranche nahmen an dieser Präsentation teil, bei der verschiedene Herausforderungen der Mobilitätswende und neue Kooperationsmodelle diskutiert wurden. Eric Schulze von OMV unterstrich die Bedeutung einfacher Lösungen für Elektromobilität, während Matthias Schabetsberger, der für Polestar Österreich tätig ist, die Bedeutung der Zusammenarbeit verschiedener Akteure in diesem Bereich hervorhob.
Die Kooperation zwischen OMV und Polestar stellt ein exklusives Ladeangebot für Polestar-Kunden in Österreich bereit. Diese Kunden profitieren in den ersten zwölf Monaten von einem Zugang zum OMV eMotion PremiumPlus Angebot, das ohne monatliche Grundgebühr verfügbar ist. An OMV eMotion Standorten sowie im nationalen und internationalen Partnerladenetzwerk können Polestar-Kund:innen ihre Fahrzeuge aufladen. OMV eMotion stellt zudem eine physische Ladekarte zur Verfügung, die sowohl für B2C- als auch für B2B-Kunden erhältlich ist. Mit dieser Ladekarte können Nutzer:innen an OMV eMotion Stationen 100 % grünen Strom zu einem Tarif von 0,59 Euro pro Kilowattstunde tanken.
Ausbau der E-Mobilität in Österreich
In Österreich gibt es bereits mehr als 300 Schnellladepunkte, die als High Power Chargingpoints klassifiziert sind. Zudem zielt das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur mit dem Programm „eMove Austria“ darauf ab, die E-Mobilität im Land auszubauen und die Klimaneutralität bis 2040 zu unterstützen. Im Rahmen dieses Programms werden Investitionen von fast einer halben Milliarde Euro in den Jahren 2025 und 2026 erwartet.
„eMove Austria“ bündelt mehrere Aspekte der E-Mobilität, darunter den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur, den Umstieg auf emissionsfreie Antriebe bei Bussen sowie Lkw und den Umstieg auf individuelle E-Fahrzeuge im privaten und betrieblichen Kontext. Fördermodelle, Reformen, Forschungsprojekte und Maßnahmen sind dabei innerhalb dieser Säulen verankert. Eine besondere Initiative, die „ePrämie“, ermöglicht es Halter:innen von Elektrofahrzeugen, genutzten Strom einmal jährlich an eine bestimmte Firma zu übertragen, was eine finanzielle Vergütung von den Unternehmen zur Folge hat.
Die geduldete Übertragung von Strommengen und die Antragstellung erfolgt nicht über das Bundesministerium, sodass die Zahlungen variieren können, aber klare Richtlinien für die Halter:innen bestehen. Zudem können Halter:innen, die an nicht öffentlichen Ladepunkten ihre Fahrzeuge laden, die exakt gemessenen Strommengen übertragen oder eine pauschalierte Menge von 1.500 kWh pro Jahr geltend machen, unabhängig von der Fahrzeugklasse. Diese Maßnahmen fördern die Nutzung von Elektrofahrzeugen und sollen die Akzeptanz der Elektromobilität in Österreich weiter steigern.
Die Veranstaltung „Charge Forward“ beendete mit einem Format namens „Charge & Chat“, das eine Plattform für vertiefende Gespräche über Mobilität, Energie und Innovation bot. Jan Grindemann von Polestar hob die strategische Bedeutung von Partnerschaften für die Elektromobilität hervor, was die Relevanz solcher Kooperationen für die Zukunft der nachhaltigen Mobilität unterstreicht. Mehr Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in der E-Mobilität in Österreich finden Sie unter leadersnet und österreich.gv.