In der Winterzeit 2026 kommen Tausende von Besuchern nach Antholz, um die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina zu erleben. Biathlon-Hochburg Antholz ist einer der zentralen Austragungsorte, an dem vom 8. bis 21. Februar die Biathlon Wettbewerbe stattfinden. Doch statt fröhlicher Athmosphäre gibt es unter den Fans wachsende Besorgnis über die Verkehrssituation; kilometerlange Staus auf den Zufahrtsstraßen nach Antholz sind zur Realität geworden. Die Südtiroler Landesverwaltung rät zur frühzeitigen Anreise, um den Andrang zu bewältigen.
Landeshauptmann Arno Kompatscher macht die Organisation des Ticketverkaufs für die Verkehrsprobleme verantwortlich. Es wurde versäumt, eine kombinierte Lösung aus Eintrittskarte und Busanreise einzuführen, was sich nun als gravierendes Missverständnis herausstellt. In Anbetracht dieser Umstände arbeiten die Organisatoren an Anpassungen für die kommenden Wettkämpfe. Ein weiterer Vorschlag zur Verkehrsentschärfung ist die verstärkte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
Optimierte Anreisemöglichkeiten
Die Anreise zu den Wettkämpfen in Südtirol stellt eine Herausforderung dar, doch es gibt mehrere Optionen, um die Fans zu unterstützen. Die Pustertalbahn spielt eine zentrale Rolle, da sie kürzlich wiedereröffnet wurde. Sie bringt die Besucher direkt bis zum Bahnhof Olang-Antholz. Für die Wettkampftage wurden zusätzliche 66 Busse und 10 spezielle Shuttle-Dienste mobilisiert, welche die Fans zu den Wettkampfstätten bringen.
Während der Wettkampftage verkehrt die Linie 431 von Olang zur Haltestelle „Wildgall“, und kostenlose Shuttlebusse der Linien A, B und C bieten Fahrgästen eine Verbindung nach Antholz Mittertal. Private Pkw-Nutzung im Antholzertal wird durch ein Drei-Zonen-System eingeschränkt, und die Parkmöglichkeiten sind begrenzt: 2.000 Parkplätze in Toblach, 1.400 in Antholz und 700 in Olang stehen zur Verfügung.
Barrierefreier Zugang und Sicherheitsaspekte
Für Menschen mit Behinderungen wurde ein spezieller Shuttle-Dienst eingerichtet, der ausschließlich für Ticketinhaber zugänglich ist. Dieser muss im Voraus über die offizielle Plattform von Milano Cortina gebucht werden, um einen barrierefreien Zugang zu gewährleisten. Fan- und Besuchersicherheit hat oberste Priorität; daher sollten Besucher genügend Zeit für die strengen Sicherheitskontrollen bei der Anreise einplanen.
Für den Individualverkehr gelten während der Olympischen Spiele Totalsperren auf der SS51 zwischen Toblach und Cortina, Ausnahmen bestehen nur für PKW mit gültigem Veranstaltungsticket oder spezielle Genehmigungen. Alternativ zu diesen Sperren empfiehlt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die direkt bis zu den Wettkampfarenen führen. Die Anreise nach Cortina erfolgt in der Regel per Bahn bis Toblach, gefolgt von einem Shuttlebus.
Aktuelle Informationen zur Anreise sind auf der Website und in der App von Südtirolmobil verfügbar, wo auch digitale Fahrpläne angeboten werden. Die Organisatoren hoffen, dass mindestens 50% der Zuschauer Sportstätten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können, was für eine entspannendere und umweltfreundlichere Atmosphäre während der Spiele sorgen könnte.