Am 10. Februar 2026 ist die Stimmung während der Olympischen Winterspiele in Bormio, Italien, eher gedämpft. Österreich ist zwar im Olympia-Fieber nach der Gold-Show von Benjamin Karl, doch die alpinen Bewerbe der Herren scheinen die Bevölkerung vor Ort nicht zu begeistern. Es herrscht eine fast menschenleere Atmosphäre in der kleinen Stadt mit nur 4.000 Einwohnern. Nach der Abfahrt gab es kaum Fans vor Ort, was ORF-Reporter in ihrer Berichterstattung kritisierten.

Die Olympischen Winterspiele 2026, die in verschiedenen Städten Norditaliens stattfinden, sind mit einem weit verstreuten Konzept konzipiert worden. Mit Veranstaltungsorten wie Mailand, Cortina d’Ampezzo, Livigno und Predazzo ist das Olympia-Event logistisch herausfordernd. Adi Niederkorn, eine bekannte Ö3-Legende, bezeichnete Bormio als den „Blinddarm dieser Spiele“ und kritisierte die fehlende Stimmung im Vergleich zu berühmten Orten wie Wengen oder Kitzbühel.

Problematiken der Logistik

Die Abgeschiedenheit von Bormio, das drei Stunden Autofahrt von Mailand entfernt liegt, trägt zur schlechten Stimmung bei. ORF-Experte Hans Knauss betont den Mangel an Flair und Offenheit bei den Wettkämpfen. Das Olympia-Konzept mit den sechs weit auseinanderliegenden Veranstaltungsorten wird insgesamt als problematisch angesehen. Sportlich hingegen gilt die Stelvio-Piste als angemessene Herausforderung für die Athleten.

Insgesamt werden bei den Olympischen Winterspielen in Cortina und Bormio zehn Goldmedaillen vergeben, die auf den Pisten „Stelvio“ und „Olympia delle Tofane“ ausgefahren werden. Vergleichend war die Schweiz 2022 mit fünf Goldmedaillen die erfolgreichste Nation in Peking, gefolgt von Österreich mit drei. Auch 2026 gibt es starke Konkurrenz, darunter Topstars wie Mikaela Shiffrin, Lindsey Vonn und Marco Odermatt.

Ein umfassendes Sportereignis

Die XXV. Olympischen Winterspiele finden vom 6. bis 22. Februar 2026 statt und umfassen insgesamt 16 Sportarten mit 116 Entscheidungen. Rund 2.900 Athleten aus 90 Nationen nehmen teil, und das größte Team aus Deutschland, seit der Wiedervereinigung mit 185 Athleten, strebt nach besseren Ergebnissen. Acht neue Wettbewerbe, darunter Ski-Mountaineering und Mixed-Team-Skeleton, wurden ins Programm aufgenommen, was für zusätzlichen Nervenkitzel sorgt.

Die italienische Regierung investiert rund 3,5 Milliarden Euro in Sicherheit und Infrastruktur, um den reibungslosen Ablauf der Spiele zu garantieren. Die Eröffnungsfeier wird im legendären San Siro Stadion in Mailand stattfinden, während die Schlussfeier in der beeindruckenden Arena von Verona ausgetragen wird. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten wird die Begeisterung der internationalen Gemeinschaft für die Spiele voraussichtlich weiter wachsen.

ARD und ZDF berichten umfangreich über die Olympischen Spiele – mit rund 220 Stunden Live-Berichterstattung sowie zusätzlichen Streaming-Angeboten. Die Pioneere der Berichterstattung setzen sogar KI ein, um Highlight-Videos zu erstellen, jedoch ohne Bilder zu generieren.

Insgesamt zeigt sich, dass die Olympischen Winterspiele in Norditalien vor einer großen Herausforderung stehen, sowohl hinsichtlich der Logistik als auch der Faninteraktionen. Ein Event, das viele Augen auf sich zieht, doch auch mit unerwarteten Schwierigkeiten konfrontiert ist.

Für detaillierte Informationen über den Zeitplan und die Medaillenzuteilung verweisen wir auf die Berichterstattung von Eurosport und die umfassende Übersicht auf Sportschau.

Weitere Informationen zur aktuellen Situation in Bormio finden Sie in dem Artikel von oe24.