Die Olympischen Winterspiele 2026 in Cortina d’Ampezzo sind im vollen Gange, und die Rodelwettbewerbe bieten bereits spannende Entwicklungen. Die österreichischen Rodel-Doppelsitzer-Teams haben sich nach dem ersten Lauf vielversprechend positioniert, mit Chancen auf Medaillen. Das Damen-Duo Selina Egle und Lara Kipp belegt momentan den dritten Platz mit einer Zeit von 53,193 Sekunden. Die Führung übernehmen die Italienerinnen Vötter und Oberhofer, die mit 53,102 Sekunden in Führung liegen, gefolgt von den Deutschen Eitberger und Matschina mit 53,124 Sekunden.

In der Herren-Kategorie führt das österreichische Duo, bestehend aus Thomas Steu und Wolfgang Kindl, nach einem glänzenden ersten Lauf mit einem Bahnrekord von 52,485 Sekunden. Dicht auf den Fersen ist ihnen das US-amerikanische Team Mueller und Haugsjaa, die nur 0,003 Sekunden schneller waren und auf 52,482 Sekunden kamen. Das zweite österreichische Herren-Duo, Juri Gatt und Riccardo Schöpf, hat einen Rückstand von einer halben Sekunde auf die führenden Landsmänner. Die nächsten Läufe der Damen und Herren werden um 18:45 Uhr bzw. 19:35 Uhr fortgesetzt, was für zusätzliche Spannung sorgen wird. Mehr Informationen bringt oe24.

Max Langenhan holt Gold

Die erste Goldmedaille für Deutschland bei diesen Olympischen Winterspielen sicherte sich Max Langenhan im Einsitzer der Herren. Langenhan stellte in allen vier Läufen Bahnrekorde auf und verwies seine Gegner Jonas Müller aus Österreich sowie Dominik Fischnaller aus Italien auf die Plätze. Dabei distanzierte er Müller um 0,596 Sekunden und Fischnaller um 0,934 Sekunden. Trotz Nackenproblemen, die ihn während des Wettkampfs plagten, führte der 26-Jährige bereits zur Halbzeit und baute seinen Vorsprung im dritten Lauf mit einem Rekordlauf von 52,705 Sekunden weiter aus. Schließlich beendete er den Wettkampf mit einer Zeit von 52,660 Sekunden und erzielte dabei eine Maximalgeschwindigkeit von 131,1 km/h. Langenhan bezeichnete den Gewinn der Goldmedaille als seinen größten Erfolg, noch vor seinen sechs WM-Titeln, wie berichtet sportschau.

Überraschend blieb Felix Loch, dreifacher Olympiasieger, hinter den Erwartungen zurück und belegte mit einem Rückstand von 1,860 Sekunden nur den sechsten Platz. Seine Leistung war von mehreren Fahrfehlern geprägt, obwohl er sich im letzten Lauf zumindest etwas verbessern konnte. Timon Grancagnolo hatte bei seiner Olympia-Premiere einen Platz unter den besten Zehn mit dem neunten Platz ergattert, jedoch mit einem Rückstand von 2,301 Sekunden auf Langenhan. Beeindruckend bleibt die historische Dominanz Deutschlands im Rodelsport, mit insgesamt 12 Goldmedaillen in 17 Einsitzer-Rennen seit 1964, wie auch ZDF berichtet.