Österreichs Priester-Fußballnationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft in Lublin, Polen, den 14. Platz belegt. Diese Veranstaltung, die in einem guten Geist stattfand, brachte insgesamt 18 Nationen und 255 Priester zusammen, um den Wettbewerb zu feiern. Gastgeberland Polen sicherte sich den Titel, gefolgt von Kroatien und Portugal. Vor einem Jahr, bei der vorherigen EM in Kisvarda, Ungarn, hatte die österreichische Auswahl noch den 8. Platz erreicht und welche Siege und Niederlagen ein Jahr später folgen werden, bleibt spannend.
Die österreichische Mannschaft war in diesem Jahr stark motiviert, unter anderem durch ihren Kapitän Michael Semmelmeyer, Kaplan in Perchtoldsdorf. Für viele Teammitglieder war dies die erste EM-Erfahrung, was den Anreiz erhöhte, im nächsten Jahr, wenn das Turnier im Kosovo stattfindet, noch besser abzuschneiden. Im Vorfeld gab es große Unterstützung für das Team von zu Hause, einschließlich Gebeten für verletzungsfreie Spiele, wie Sepp Eppensteiner, Vorsitzender der Diözesansportgemeinschaft, berichtete.
Ein Sportereignis mit tiefgreifendem Kontext
Das Turnier war nicht nur ein sportlicher Wettkampf, sondern wurde auch von Gottesdiensten und einem umfangreichen Kulturprogramm begleitet. Diese Aspekte unterstreichen die Gemeinschaftsbildung unter den Teilnehmern und die Möglichkeit, neue Kontakte zu Priestern aus verschiedenen Ländern zu knüpfen. Es zeigt sich, dass Sport für viele auch eine Form des spirituellen Erlebens darstellt.
Sport hat für die katholische Kirche eine lange Tradition. Der aktuelle Papst Leo XIV. ist nicht nur ein fanatischer Baseballfan, sondern auch ein leidenschaftlicher Tennisspieler. Er bezeichnet sich als passablen Amateur-Tennisspieler und trainiert regelmäßig, obwohl er als Missionar in Peru weniger Zeit zum Spielen hatte. Diese sportliche Begeisterung ist kein Einzelfall. Sein Vorgänger, Papst Franziskus, war ebenfalls sportaffin, besonders im Fußball, während Benedikt XVI. eine weniger sportliche Haltung hatte, den Sport jedoch als Ausdruck von Gemeinschaft wertschätzte.
Die Geschichte zeigt, dass Sport für die Päpste mehr ist als nur Freizeitbeschäftigung – sie nutzen ihn als Plattform, um Themen wie Hoffnung, Frieden und Gemeinschaft zu fördern. Johannes Paul II. beispielsweise sah Sport als Raum für Würde und Fairness und rief 2006 zu Toleranz im Fußball auf. Diese Botschaften tragen dazu bei, dass die Verbindung zwischen Glauben und Sport in der katholischen Gemeinschaft weiterhin stark bleibt.
Um die Bedeutung all dieser Veranstaltungen und ihrer Botschaften zu verstehen, lohnt es sich, die tiefere Verbindung zwischen Sport und Spiritualität, die von den Päpsten gelebte wird, näher zu betrachten. Diese Sichtweise verleiht nicht nur den sportlichen Wettkämpfen, wie etwa der EM für Priester, einen besonderen Wert, sondern fördert auch das Miteinander und den Austausch über nationale Grenzen hinweg.
Für die Priester in Österreich war die Teilnahme an dem Turnier in Polen nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch eine einzigartige Gelegenheit, Glauben, Gemeinschaft und Wettbewerb miteinander zu verbinden, was die Veranstaltung zu einem großartigen Erlebnis machte.
Weitere Informationen zur EM und den damit verbundenen Aspekten finden Sie in den Berichten von OE24 und den vertiefenden Betrachtungen zur Rolle des Sports in der Kirche auf katholisch.de.