Österreichs Handball-Nationalteam der Männer hat trotz eines Sieges gegen Serbien die Hauptrunde der EM in Dänemark, Schweden und Norwegen verpasst. In einem spannenden Spiel in Herning setzte sich die Mannschaft unter Teamchef Iker Romero mit 26:25 durch. Dieser Erfolg kam jedoch nach zwei vorherigen Niederlagen in der Gruppe und war nicht ausreichend für den Aufstieg in die nächste Runde.

Das österreichische Team begann das Spiel vielversprechend und ging mit 2:0 in Führung. Nach dem ersten Gegentor in der 6. Minute blieb die Partie bis zur Pause spannend. Serbien übernahm schnell die Führung und setzte sich nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Lukas Herburger mit 5:3 ab. Die Österreicher fanden jedoch zurück ins Spiel und konnten zunächst einen Zwei-Tore-Vorsprung herausspielen, bevor sie sich mit einem 12:13 Rückstand in die Halbzeitpause begaben.

Enges Duell und Finaldrama

In der zweiten Hälfte hielt die Spannung an. Österreich ging nach mehreren Führungswechseln erstmals bei 22:20 in Führung. Kreisläufer Tobias Wagner und Keeper Constantin Möstl trugen entscheidend zur Aufholjagd bei. Während die Österreicher sogar mit drei Toren (23:20) führten, vergaben Sebastian Frimmel und Lukas Hutecek die Chance, auf vier Tore davonzuziehen. In der Schlussminute fiel dann die Entscheidung, als Mykola Bilyk einen Siebenmeter vergab, was letztendlich die geringe Tordifferenz für Österreich bedeutete.

Die Auswirkungen des Spiels gingen über Österreich hinaus. Deutschland, das ebenfalls in der Gruppe spielt, hat durch den österreichischen Sieg gegen Serbien nun wieder gute Chancen, in die Hauptrunde einzuziehen. Ein Unentschieden gegen Spanien würde für Deutschland genügen, wobei ein Sieg vorteilhafter wäre. Serbien hingegen muss auf einen Sieg Spaniens hoffen, um selbst noch eine Chance im Turnier zu haben, während Österreich endgültig aus dem Wettbewerb ausgeschieden ist.

Regeln und Aufstiegschancen

Die Regelungen für den Aufstieg in die Hauptrunde sind klar: Nur die besten zwei Teams der Gruppe A ziehen weiter. Ein dritter Platz hätte für Österreich positive Konsequenzen für die bevorstehende WM-Qualifikation. Der dritte Platz in der Gruppe würde die Mannschaft in das finale WM-Play-off Mitte Mai bringen, während die Vierten in die Vor-Qualifikation müssten.

Die EM 2026 wurde von vielen als eine der spannendsten Ausgaben angesehen. Frankreich, Titelverteidiger und Favorit, strebt an, seinen kontinentalen Titel zu verteidigen und könnte seine fünfte Europameisterschaft gewinnen. Auch die anderen Teams, darunter Dänemark und Spanien, haben große Ambitionen. Deutschland wird angeführt von Juri Knorr und hat ebenso hohe Ziele, während die nächsten Spiele in der Vorrunde sowohl für Deutschland als auch für die anderen Teams von großer Bedeutung sein werden.

Die Ausgangslage für die Teams bleibt angespannt. Die Entscheidungen in der Hauptrunde sind bereits in Sicht – das nächste große Highlight des Turniers wird das Finale am 1. Februar 2026 sein.

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