Österreich verzeichnet einen anhaltenden Rückgang offener Stellen. Laut 5min.at sind im Jahr 2025 im Jahresdurchschnitt 139.900 unbesetzte Arbeitsplätze gemeldet worden. Dies entspricht einem Rückgang um 33.900 Stellen oder 19,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Trend des Sinkens offener Stellen ist bereits seit 2022 zu beobachten, wo mit 230.400 offenen Stellen Höchstwerte erreicht wurden.
Mehr als die Hälfte der offenen Stellen im Jahr 2025 entfiel auf den Handel und den Dienstleistungsbereich. Hier waren es 82.200 offene Stellen, gefolgt von 34.900 im produzierenden Bereich. Im öffentlichen und sozialen Bereich wurden 22.800 offene Stellen gezählt. Die Offene-Stellen-Quote fiel von 3,6 Prozent zu Jahresbeginn auf 2,8 Prozent am Jahresende, was einem Rückgang von 0,8 Prozentpunkten entspricht.
Entwicklung im Jahresverlauf
Innerhalb des Jahres 2025 zeigte sich ebenfalls ein Abwärtstrend. Die Zahl der offenen Stellen sank von 154.100 im ersten Quartal auf 119.600 im vierten Quartal. Zudem waren 82,5 Prozent der offenen Stellen als Vollzeitjobs ausgewiesen. Leichte Zuwächse beim Bruttoeinkommen zeigen, dass 24,1 Prozent der offenen Stellen mit mehr als 3.100 Euro brutto vergütet werden.
Die Analyse der offenen Stellen zeigt, dass 40,1 Prozent der Jobs keinen hohen formalen Abschluss erforderten. Rund 30 Prozent der offenen Stellen verlangten einen Lehrabschluss, während über 20 Prozent eine Matura oder einen höheren Abschluss voraussetzten. Lehrstellen machten etwa 9 Prozent der offenen Stellen aus. Die Besetzung dieser Stellen dauert oft mehrere Monate, was deutlich macht, dass der Arbeitsmarkt in Bewegung bleibt, jedoch nicht in der gleichen Dynamik wie in den Vorjahren.
Aktuelle Arbeitsmarktsituation
<pTrotz des Rückgangs offener Stellen bleibt die Situation am Arbeitsmarkt angespannt. Eine detaillierte Analyse von arbeitplus.at zeigt, dass die Arbeitslosenzahlen in Österreich seit April 2023 kontinuierlich ansteigen. Im Jänner 2026 waren 379.771 Menschen beim AMS arbeitslos gemeldet – ein Anstieg von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das drücken die Zahlen weiter aus, dass besonders Frauen, sowie Menschen mit Behinderungen und ältere Arbeitnehmer:innen betroffen sind.
Die Arbeitslosigkeit trifft zudem Personen mit niedriger formaler Bildung stärker. Im Jänner 2026 galten 101.536 Personen als langzeitbeschäftigungslose Arbeitslose, was einem Anstieg um 14,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies macht 26,7 Prozent aller Arbeitslosen aus. Die höchsten Arbeitslosenquoten sind in den urbanen Regionen, insbesondere in Wien, zu registrieren.
Insgesamt bleibt auch die Zukunft des Arbeitsmarktes in Österreich ungewiss. Laut der Statistik von statistik.at ist weiterhin ein Bedarf an arbeitskräften in verschiedenen Sektoren gegeben, aber die Herausforderung liegt in der effektiven Besetzung und Integration dieser Stellen.