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Österreichischer Zoll schnappt Fälschungen im Wert von 38 Millionen Euro!

Im Jahr 2024 verzeichnete der Österreichische Zoll eine signifikante Zunahme bei der Beschlagnahmung gefälschter Produkte. Insgesamt wurden 128.898 Artikel mit einem Gesamtwert von über 38 Millionen Euro eingezogen, was den dritthöchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen darstellt. Die Zahlen stammen aus einem aktuellen Bericht, der die Maßnahmen gegen Produktpiraterie in Österreich dokumentiert und besagt, dass 98 Prozent der beschlagnahmten Sendungen Fälschungen waren, die über das Internet vertreiben wurden, während die Gesamtzahl der gefälschten Artikel mit knapp 10 Prozent geringer ausfiel.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf den gefälschten Medikamenten, die eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen. Der Zoll stellte 378.109 Stück gefälschte und illegale Medikamente sicher, was etwa halb so viel wie im Vorjahr (801.863 Stück) ausmacht. Allerdings stieg die Zahl der Aufgriffe von Medikamentenfälschungen um 6 Prozent auf 7.147 Sendungen.

Zusammenfassung der Aufgriffe

Der Bericht zeigt auch, dass der Zoll ungewöhnliche Artikel beschlagnahmte, darunter:

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  • 21 Paletten Waschmittel (16.300 kg)
  • 6.000 Potenzpillen
  • 50 kg Rauchtabak
  • über 170.000 Zigaretten

Die häufigsten Arzneiwaren, die aufgegriffen wurden, waren Potenzmittel und fruchtbarkeitsfördernde Produkte, gefolgt von Schlaf- und Beruhigungsmitteln sowie schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten.

Der EU-weite Kontext

Die Österreichischen Zollstatistiken spiegeln eine europaweite Herausforderung wider. Laut einem gemeinsamen Bericht der Europäischen Kommission und dem EUIPO stoppte der Zoll in der EU 2023 die Einfuhr von 152 Millionen gefälschten und potenziell gefährlichen Waren im Wert von fast 3,4 Milliarden Euro. Dies stellt einen Anstieg von 77 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar.

Die häufigsten beschlagnahmten Artikel in der EU sind Spiele, Spielzeug und Verpackungsmaterial. Zudem betont der Bericht die Dringlichkeit kontinuierlicher Maßnahmen gegen Fälscher, da die Zollbehörden unter Druck stehen, insbesondere durch den wachsenden elektronischen Handel. In diesem Zusammenhang wurde ein umfassender Reformvorschlag für die Zollunion vorgestellt, der eine neue EU-Zollbehörde und eine EU-Zolldatenplattform vorsieht, um die Effektivität der Zollkontrollen zu erhöhen.

Entwicklung in der EU

Die Trends in der EU zeigen zudem, dass in den letzten Jahren die Anzahl der an den Grenzen beschlagnahmten Waren gesunken ist, während der Wert der beschlagnahmten Güter anstieg, da zunehmend Artikel mit höherem Einzelhandelswert sichergestellt werden. Die häufigsten Produkte, die 2022 beschlagnahmt wurden, umfassen Spiele, Verpackungsmaterial, Spielzeug, Zigaretten und bespielte CDs/DVDs, welche zusammen über 72 Prozent der erfassten Waren ausmachten.

Die Notwendigkeit, gegen die Herausforderungen der Produktpiraterie vorzugehen und gleichzeitig die öffentliche Gesundheit zu schützen, bleibt somit die Priorität für Zollbehörden in der gesamten EU. Die reformierten Maßnahmen sollen den Einsatz neuer Instrumente und einen besseren Informationsaustausch fördern, um die Sicherheit im Binnenmarkt zu erhöhen.

Für weitere Informationen zu den Aktivitäten der Zollbehörden und ihrer Auswirkungen auf den Markt besuchen Sie bitte den Artikel auf vienna.at, oder erfahren Sie mehr über die EU-weiten Maßnahmen auf germany.representation.ec.europa.eu sowie die Berichte des EUIPO unter euipo.europa.eu.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Fälschung
Genauer Ort bekannt?
Vienna, Österreich
Sachschaden
38000000 € Schaden
Beste Referenz
vienna.at
Weitere Quellen
germany.representation.ec.europa.eu

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