Österreich steht im Jahr 2026 vor einer beunruhigenden Perspektive, die von einem überwiegend pessimistischen Stimmungsbild geprägt ist. Laut einer Umfrage des Instituts, die rund 1.000 Personen pro Land befragte, glauben lediglich 15 Prozent der Österreicher, dass das Jahr 2026 besser wird als 2025. Im Gegensatz dazu erwarten 41 Prozent eine Verschlechterung, während 39 Prozent eine unveränderte Lage prognostizieren. Der Gesamtscore für Österreich liegt bei niedrigen -26 Punkten, was das Land in die Reihe der pessimistischsten Länder der Welt eingliedert und es auf eine Stufe mit Ghana und Belgien stellt. In dieser Wertung hat Bulgarien mit -36 Punkten den schlechtesten Score, während Kenia als optimistischstes Land mit 67 Punkten heraussticht.

Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, dass die Zuversicht in Österreich im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist; damals hatten noch 50 Prozent der Bevölkerung eine negative Einschätzung der zukünftigen Entwicklungen. Weltweit sind 37 Prozent der Befragten der Meinung, dass 2026 besser wird, was im Vergleich zur vorherigen Umfrage ein Rückgang von optimistischen Erwartungen darstellt.

Wirtschaftliche Perspektiven 2025 und 2026

Die wirtschaftlichen Aussichten für Österreich sind in den kommenden Jahren durch eine Stabilisierung geprägt. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) berichtet, dass nach zweieinhalb Jahren negativem Wirtschaftswachstum eine merkliche Erholung erst 2026 zu erwarten ist. Der Kostendruck auf Unternehmen und Haushalte wird voraussichtlich abnehmen, der Vertrauensindex von Industrie und Verbrauchern jedoch allmählich ansteigen. Trotz eines stagnierenden Wirtschaftswachstums von –0,1 % im Jahr 2025, wurden Wachstumsraten von jährlich 1,2 % für 2026 und 2027 prognostiziert.

Die Inflation wird im Jahr 2025 voraussichtlich bei 2,9 % stagnieren, und sinkende Zinsen könnten die Finanzierungskosten für Unternehmen reduzieren. Gleichzeitig wird ein Anstieg der Arbeitslosigkeit auf durchschnittlich 7,4 % prognostiziert, jedoch mit einer leichten Rückkehr zur Verbesserung in den Folgejahren.

Globale Trends und lokale Herausforderungen

In einem globalen Kontext steigt die Besorgnis, insbesondere in entwickelten westlichen Volkswirtschaften. Diese Tendenz zeigt sich auch in der Umfrage von Gallup International, die besorgt über das wachsende Misstrauen in Bezug auf wirtschaftliche Aussichten und globalen Frieden berichtet. Diese Sorgen sind besonders bei älteren Generationen ausgeprägt und spiegeln sich in den pessimistischeren Einschätzungen der Österreicher wider.

Die Herausforderungen umfassen unter anderem geopolitische Spannungen und die Notwendigkeit, Haushaltsdefizite zu reduzieren, die in einem prognostizierten Budgetdefizit von 3,8 % des BIP im Jahr 2025 deutlich werden. Die Konsolidierungsanstrengungen der neuen Bundesregierung werden daher als wichtig erachtet, um die finanzielle Stabilität nachhaltig zu sichern.

Insgesamt stehen die Österreicher vor einer anspruchsvollen Zeit, während die Wirtschaft langsam in Richtung Stabilität und Wachstum tendiert. Die anhaltenden pessimistischen Töne in der Bevölkerung verdeutlichen jedoch, wie tief die Sorgen um die nächsten Monate und Jahre verwurzelt sind.