Eine aktuelle Umfrage, veröffentlicht von der Santander Consumer Bank, zeigt, dass 52 Prozent der Österreicher:innen besorgt über ihre finanzielle Situation sind. Diese Besorgnis wird vor allem durch die anhaltende schwache Wirtschaftslage, die steigende Inflationsrate und die zunehmende Arbeitslosigkeit verstärkt. Laut der Umfrage beurteilen 40 Prozent der Befragten ihre Finanzlage im Vergleich zum Vorjahr als schlechter, während nur 10 Prozent sie als „sehr gut“ empfinden.
Die Umfrage, die im Rahmen einer Erhebung des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) durchgeführt wurde, ergab zudem, dass 39 Prozent der Teilnehmer ihre finanzielle Lage als „eher angespannt“ einstufen. Fast 13 Prozent haben Schwierigkeiten, ihre laufenden Kosten zu decken und empfinden das finanzielle Tender als herausfordernd. Im Vergleich zu den Vorjahren berichten 40 Prozent von einer Verschlechterung ihrer finanziellen Situation, während 45 Prozent angeben, dass sich ihre Lage nicht verändert hat und 14 Prozent von einer Verbesserung sprechen.
Finanzielle Vorsätze für 2026
Angesichts der prekären Lage haben sich viele Befragte für das Jahr 2026 finanziell orientierte Vorsätze gesetzt. So möchten 40 Prozent ihre Ausgaben senken, indem sie Preisvergleiche und Rabatte nutzen. Ebenso haben sich 40 Prozent vorgenommen, mehr Geld zu sparen, während 25 Prozent versuchen wollen, ihre Schulden abzubauen. Des Weiteren planen 14 Prozent, ihr Finanzwissen zu erweitern.
- 40 Prozent: Ausgaben senken durch Preisvergleiche und Rabatte
- 40 Prozent: Mehr Geld sparen
- 25 Prozent: Schulden abbauen
- 14 Prozent: Finanzwissen verbessern
Bemerkenswert ist, dass nur 9 Prozent der Befragten größere Anschaffungen wie Autos oder Möbel planen. Ein erheblicher Anteil, nämlich 60 Prozent, beabsichtigt, einen „Notgroschen“ für unerwartete Ausgaben zu bilden. Rund ein Drittel möchte für Urlaub und Freizeit sparen, während etwa 25 Prozent Geld für größere Anschaffungen oder wohnbezogene Ausgaben zurücklegen wollen.
Das Sparverhalten der Österreicher
Insgesamt zeigen die Daten, dass sich 16 Prozent der Befragten derzeit kein Sparen leisten können, was die allgemeine wirtschaftliche Belastung verdeutlicht. Die Notwendigkeit eines Notgroschens wird von vielen als wichtig angesehen, und 20 Prozent der Teilnehmer setzen sich Ziele für den Vermögensaufbau, die Deckung von Gesundheitskosten oder die Absicherung für Kinder und Enkelkinder. Auch die Rückzahlung bestehender Kredite ist für 16 Prozent ein aktuelles Ziel.
Zusammenfassend verdeutlichen die Umfrageergebnisse von Leadersnet, Krone und SN, dass die Österreicher:innen in Zeiten von Inflation und unsicherer wirtschaftlicher Lage ein höheres Finanzbewusstsein entwickeln. Ihre Vorsätze spiegeln den Wunsch wider, mit den finanziellen Herausforderungen verantwortungsbewusst umzugehen und die eigene Situation nachhaltig zu verbessern.