
Österreichs Bürger haben bei der gesunden Lebenserwartung einen deutlichen Nachholbedarf im internationalen Vergleich. Während die durchschnittliche Lebenserwartung für Männer bei 79,3 Jahren und für Frauen bei 84 Jahren liegt, erreichen Männer lediglich 63,1 gesunde Lebensjahre und Frauen 64,7 Jahre. Diese "gesunden Lebensjahre" sind definiert als Jahre ohne Einschränkungen der Aktivität und ohne Berufsunfähigkeit. Laut einem Artikel der Kleine Zeitung stehen die letzten Lebensjahre oft im Zeichen physischer, psychischer und finanzieller Belastungen.
Im Vergleich zu Österreich ist die gesunde Lebenserwartung in Skandinavien rund zehn Jahre höher. Dies wirft Fragen zu den Lebensstilfaktoren auf, die entscheidend für die Gesundheit sind. Dazu gehören Schlaf, Ernährung, Suchtverhalten, Bewegung und soziale Kontakte, die allesamt eine Grundvoraussetzung für ein längeres und gesünderes Leben darstellen.
Gesundheit als Grundlage für Lebensqualität
Die Bedeutung von Gesundheit erstreckt sich über das persönliche Wohlbefinden hinaus. Eine gute Gesundheit erhöht nicht nur die Chancen auf Bildung, eine entsprechende Anstellung und soziale Beziehungen, sondern fördert auch Produktivität und Wohlstand. Dies wird durch die Beobachtungen der OECD gestützt, die feststellt, dass die Lebenserwartung in den letzten 50 Jahren erheblich gestiegen ist. Aktuell liegt der Durchschnitt bei 81 Jahren.
Die höchste Lebenserwartung unter den OECD-Ländern hat Japan mit 84 Jahren, während Mexiko mit 75 Jahren die niedrigsten Zahlen aufweist. Diese Unterschiede sind signifikant und können durch verbesserte Lebensstandards, Umweltfaktoren und Gesundheitsausgaben erklärt werden. Chronische, vermeidenbare Krankheiten sind in den meisten OECD-Ländern die Hauptursache für Todesfälle und Behinderungen, was die Notwendigkeit einer gesunden Lebensweise unterstreicht.
Die Herausforderungen und gesellschaftlichen Folgen
Ein weiteres zentrales Thema, das im Zusammenhang mit der Gesundheitsdebatte steht, ist die steigende Kinderarmut in Österreich, auf die die Volkshilfe aufmerksam macht. Im vergangenen Jahr wurden 313 Kinder und Jugendliche aus armutsgefährdeten Familien unterstützt. Diese Unterstützung erfolgt über den „Kinder.Gesundheit.Sichern“-Fonds, der vom Wiener Städtischen Versicherungsverein finanziert wird. Es wird gewarnt, dass das Fehlen von Therapiemöglichkeiten langfristige Folgen haben kann und sich Armut und Krankheit wechselseitig verstärken.
Darüber hinaus fordert die Volkshilfe eine Kindergrundsicherung, um den wachsenden Herausforderungen zu begegnen. Angesichts der hohen volkswirtschaftlichen Kosten, die durch eine geringere gesunde Lebenserwartung entstehen, ist die Verbesserung der öffentlichen Gesundheit eine drängende Aufgabe. Wie Studien zeigen, könnte eine verstärkte Gesundheitsförderung besonders benachteiligte Gruppen unterstützen und die gesunden Lebensjahre in der Bevölkerung erhöhen. Informationen der National Institutes of Health belegen, dass demographische Veränderungen auch die Nachfrage nach sozialen Dienstleistungen und Gesundheitsversorgung in Deutschland beeinflussen.
In Anbetracht dieser Herausforderungen ist es unerlässlich, die Themen Gesundheit und Lebensqualität nachhaltig zu adressieren. Nur durch einen gemeinsamen Einsatz von Politik, Gesellschaft und den betroffenen Institutionen kann eine Verbesserung erzielt werden, die zukünftigen Generationen zugutekommt.
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