Am 17. Jänner 2026 trat die österreichische Männer-Handballnationalmannschaft in einem erwarteten Duell gegen Spanien an, zwei Jahre nach dem historischen 33:33 im gleichen Wettbewerb. Dieses Mal konnte das österreichische Team jedoch nicht überzeugen und verlor das Spiel mit 30:25, was die Mannschaft in eine kritische Lage im Turnier bringt. Wie krone.at berichtet, war der Start für Österreich mühsam, da die Spieler sowohl offensiv als auch defensiv deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurückblieben.

Bereits in der zehnten Minute lag Österreich mit drei Toren zurück (4:7) und trotz der Verbesserung durch Lukas Hutecek, der in der ersten Halbzeit der einzige gefährliche Spieler war, blieben die Abwehrprobleme bestehen. Constantin Möstl und Leon Bergmann konnten sich nicht in Szene setzen, was dazu führte, dass Österreich mehrere Chancen verpasste, darunter einen vergebenen Konter und einen Siebenmeter. Mit einem Rückstand von 19:12 zur Halbzeit musste das Team den größten Halbzeitrückstand seit Jänner 2014 hinnehmen, als es gegen Island mit 9:17 zurücklag.

Neustart in der zweiten Halbzeit

Österreich versuchte, in der zweiten Halbzeit durch einen 3:1-Lauf den Rückstand zu verringern und verkürzte auf 15:20 in der 35. Minute. Möstl zeigte in dieser Phase mehrere starke Paraden und hielt das Spiel offen. Dennoch konnte Österreich den Rückstand nicht auf weniger als vier Tore verkürzen, was auch an der starken Leistung des spanischen Torwarts Sergey Hernandez lag, der in der ersten Halbzeit acht Paraden zeigte.

Die Spanier, die ohne ihren Starspieler Alex Dujshebaev antreten mussten, starteten stark ins Spiel und führten durch Imanol Garciandia in der ersten Minute. Fünf verschiedene spanische Spieler trugen in den ersten zehn Minuten zum Torerfolg bei, wodurch ein komfortabler Vorsprung schnell aufgebaut wurde. Österreichs Tobias Wagner, der in dieser Partie sechs Tore erzielte, konnte die Niederlage nicht abwenden, da der Rückstand der Österreicher nicht mehr schmelzen wollte. Letztlich sicherte sich Spanien mit diesem Sieg das Ticket für die Hauptrunde der Europameisterschaft.

Kritische Situation für das österreichische Team

Mit der Niederlage steht Österreich nun vor dem drohenden Aus im Turnier. Trainer Iker Romero, der 2005 mit Spanien Weltmeister wurde, sieht sich einer schwierigen Herausforderung gegenüber, um das Team zurück in die Erfolgsspur zu bringen. Wie in der Geschichte der österreichischen Handballnationalmannschaft, die seit ihrem ersten Länderspiel im Jahr 1925 gegen Deutschland eine wechselhafte Geschichte hat, könnte auch dieses Turnier gegen die gegenwärtigen Herausforderungen zur Bewährungsprobe werden. Der beste Euro-Schlussrang wurde 2020 mit dem 8. Platz erzielt, und die Mannschaft hat in der Vergangenheit bei internationalen Wettbewerben noch nie den ganz großen Wurf geschafft, was die Motivation umso größer macht, jetzt zu bestehen.

Das Team, das für die EM 2026 auf Spieler wie Nemanja Beloš und Mykola Bilyk sowie Trainer Aleš Pajovič setzt, steht nun unter Druck, sich in den verbleibenden Spielen zu beweisen, um nicht wie bei den vergangenen Weltmeisterschaften erneut in der Vorrunde auszuscheiden. Nach den letzten Ergebnissen ist klar, dass ein Umdenken notwendig ist, wenn Österreichs Handballnationalmannschaft in Zukunft erfolgreich sein möchte. Schaut man auf die bisherigen Platzierungen in internationalen Wettbewerben, ist klar, dass dieser Rückschlag für die Mannschaft eine Lektion sein könnte auf dem Weg zu mehr Erfolg im internationalen Handball.