Österreichs Hockey-Nationalteam der Männer hat am 11. Jänner 2026 zum vierten Mal die Hallen-Europameisterschaft gewonnen. Im spannenden Finale gegen Polen setzte sich die österreichische Mannschaft nach einem 3:3 Unentschieden in der regulären Spielzeit im Penaltyschießen durch. Alle drei österreichischen Schützen trafen, was entscheidend für den Endstand von 6:5 im Shootout war. Diese erfolgreiche Titelverteidigung kommt nach den Triumphen in den Jahren 2010, 2018 und 2022, und stellt die zehnte Medaille für den Österreichischen Hockeyverband (ÖHV) bei Europameisterschaften dar, wie vienna.at berichtet.
Im Turnierverlauf zeigte Österreich eine starke Leistung mit knappen Siegen gegen Tschechien (4:2) und Polen (4:3) sowie einem Remis gegen die Türkei (4:4) und Portugal (3:3). Im Halbfinale traf die österreichische Mannschaft auf Spanien und konnte sich nach einem weiteren Unentschieden (3:3) im Penaltyschießen durchsetzen. Ein Wendepunkt war, dass Österreich die Gruppenphase erfolgreich absolvierte und dadurch ein Duell mit dem Gastgeber Deutschland vermied, der im Semifinale gegen Spanien unterlag und das Spiel um den dritten Platz gegen Spanien mit 5:6 verlor.
Das Finale im Detail
Im Finale gegen Polen gelang den Österreichern ein aufregendes Spiel. Polen ging im zweiten 10-Minuten-Viertel mit 2:0 in Führung. Kurz vor der Halbzeit erzielte Fülöp Losonci, der Kapitän, den Anschlusstreffer. Nach der Halbzeit erhöhten die Polen wieder auf 3:1, doch Österreich kam zurück und glich durch Sebastian Eitenberger und erneut Losonci aus. Das letzte Viertel brachte keine weiteren Tore, was zur spannenden Entscheidung im Penaltyschießen führte. Losonci, Nikolas Wellan und Eitenberger verwandelten ihre Versuche und sicherten somit den Titel für Österreich.
ÖHV-Goalie Mateusz Szymczyk zeigte eine herausragende Leistung und hielt den entscheidenden letzten Versuch der Polen. Trainer Robin Rösch war überglücklich und lobte die Energieleistung seiner Mannschaft. Kapitän Losonci bezeichnete den Titelgewinn als „unglaublich“ und heben vor allem die starke Leistung des Torhüters hervor.
Der Turnierverlauf und die Vorbereitungen
Bereits vor dem Turnier hatte sich das Österreichische Team als Favorit präsentiert. Es ging als aktuelle Nummer Eins der Weltrangliste ins Rennen und strebte an, die medaillenlose EM 2024 in Leuven vergessen zu machen. Zu den erfahrenen Spielern zählen neben Kapitän Losonci auch Xaver Hasun, Benjamin Stanzl, Patrick Schmidt und Torwart Mateusz Szymczyk. Trotz der starken Besetzung fehlte Fabian Unterkircher, während Neulinge wie Maximilian Kelner, Marcin Nyckowiak und Nikolas Wellan die Möglichkeit nutzen konnten, auf der großen internationalen Bühne Erfahrungen zu sammeln.
Der Weg ins Finale war hart umkämpft. Insgesamt erzielte Österreich die folgenden Ergebnisse in der Gruppenphase:
| Datum | Gegner | Ergebnis |
|---|---|---|
| 08.01.2026 | Türkei | 4:4 |
| 09.01.2026 | Tschechien | 4:2 |
| 09.01.2026 | Polen | 4:3 |
| 10.01.2026 | Portugal | 3:3 |
| 10.01.2026 | Spanien (Halbfinale) | 3:3 (1:0 nach PSO) |
| 11.01.2026 | Polen (Finale) | 3:3 (6:5 nach PSO) |
Die Hallen-Europameisterschaften fanden im Rahmen der kontinentalen Titelkämpfe im Hallenhockey statt, die seit 1974 für Damen und Herren ausgetragen werden. Diese Erfolge bekräftigen Österreichs Position im internationalen Hockey, während der ÖHV-Frauen inklusive einer medaillenlosen Teilnahme 2024 in Leuven nachfolgen will. Weiterhin wird die Stimmung des Teams positiv durch die historische Leistung beflügelt, die sie in der Hallen-Europameisterschaft gezeigt haben. Informationen über die Übertragungen der Spiele waren durch den ORF und den Livestream über EuroHockeyTV verfügbar, jedoch nicht live gesendet.
Für das österreichische Hockey-Team war dieser Titelgewinn nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein Schritt in Richtung einer erfolgreichen Zukunft, die auf den soliden Grundlagen der letzten Jahre aufbaut. Bei den Hallen-Europameisterschaften hat Österreich erneut bewiesen, dass man im europäischen Hockey ganz oben mitspielen kann, wie auch hockey.at und Wikipedia berichten.