Am 9. Jänner 2026 blicken die Teilnehmerländer des Eurovision Song Contests (ESC) gespannt auf die bevorstehende Halbfinal-Auslosung, die im Wiener Rathaus stattfinden wird. Laut einer Pressemitteilung der Stadt Wien sind die Vorbereitungen für das große Event, das am 12. Mai mit dem ersten Halbfinale beginnt, bereits in vollem Gange. Bürgermeister Michael Ludwig wird zusammen mit Regierungspräsident Conradin Cramer die Insignien des ESC von Basel nach Wien übergeben.

Ein Umfrageergebnis des ORF zeigt, dass 79 % der Befragten den Eurovision Song Contest als wertvolle Gelegenheit sehen, Österreich im besten Licht zu präsentieren. Darüber hinaus wissen 94 % der Österreicher über 16 Jahre, dass die Veranstaltung in Wien stattfindet, und 73 % glauben, dass sie sowohl den Bekanntheitsgrad als auch den Tourismus ankurbeln kann. Auch Stolz auf das eigene Land empfinden 60 % der Befragten.

Halbfinalauslosung und Ticketverkäufe

Die Auslosung der Halbfinale erfolgt am 12. Jänner 2026, wobei die Veranstaltung live auf ORF 1 und ORF ON übertragen wird. Die Zuschauer können ab 18:25 Uhr miterleben, wie die Startplätze aus fünf Töpfen verteilt werden. In den Halbfinalen treten insgesamt 30 Teilnehmer auf, wobei Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien als sogenannte „Fixstarter“ im Finale stehen.

Die Ticketverkäufe für die neun ESC-Shows in der Wiener Stadthalle beginnen am 13. Jänner 2026 um 13:00 Uhr. Die Kartenpreise variieren, mit Nachmittagsveranstaltungen ab 15 Euro und dem teuersten Ticket am Finalabend zu 360 Euro. Tickets können ausschließlich über die offiziellen Plattformen eurovision.com und oeticket.com erworben werden, wobei vor Betrugsversuchen und Fake-Shops gewarnt wird.

Wirtschaftliche Effekte und Visitorenzahlen

Der ESC hat nicht nur kulturelle, sondern auch wirtschaftliche Bedeutung. Laut einer Analyse der eco austria wird mit einer zusätzlichen Nachfrage von rund 21 Millionen Euro gerechnet. Es wird erwartet, dass bis zu 88.000 Besucher die Stadt anlässlich des Events bereisen, darunter Touristen, Journalisten und Mitglieder der Crew. Die direkte wirtschaftliche Wertschöpfung wird auf etwa 52 Millionen Euro geschätzt, wovon 80 % auf direkte Effekte und 20 % auf indirekte Impulse entfallen.

Darüber hinaus soll der ESC zur Schaffung und Sicherung von rund 550 Vollzeitäquivalenten beitragen. Die geschätzten Steuer- und Abgabeneinnahmen belaufen sich auf etwa 22 Millionen Euro, was die Wichtigkeit dieser Veranstaltung für die österreichische Wirtschaft unterstreicht.

Alles in allem zeigt die Vorfreude auf den 70. Eurovision Song Contest in Wien ein hohes Maß an Engagement und Optimismus, sowohl seitens der Bevölkerung als auch der Veranstalter. Der ESC bietet nicht nur eine Plattform für musikalische Talente, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit zur Förderung des österreichischen Tourismus und der Wirtschaft.